Am Mittwochabend sollen in der deutschen Hauptstadt Berlin unweit des Holocaust-Mahnmal zwei palästinensische Rap-Musiker auftreten, die in ihren Liedern Terror gegen Juden verherrlichen und Israel das Existenzrecht absprechen. Dort ist eine sogenannte »Solidaritätskundgebung« von palästinensischen Gruppen geplant.
Als Anmelder der Veranstaltung fungiere laut Polizei eine Organisation namens »Herren der Erde«. Die Kundgebung laufe unter dem Motto »Palästina-Frage« und soll mit etwa 400 Teilnehmern zwischen 17 und 19 Uhr vor dem Brandenburger Tor stattfinden. In dessen Kulturprogramm treten die palästinensischen Rapper Shadi Al-Bourini und Shadi Al-Najjar auf.
Beide halten sich laut Facebook seit Montag in Berlin auf. Diese hatten unter anderem im Jahr 2014 den Song »Strike a blow at Tel Aviv« veröffentlicht, wo sie davon fantasieren, die israelische Stadt Tel Aviv zu bombardieren, dem Erdboden gleich zu machen und Juden »zu zertreten«. In anderen Liedern fordern sie Juden mit dem Messer zu attackieren.
Darüber hinaus verwendeten sie mehrfach antisemitischen Symboliken. In einem Musikvideo aus dem vergangenen Jahr zeigen sie eine von Schauspielern gespielte Sequenz, wie ein »Jude« mit Schläfenlocken dem US-Präsidenten Donald Trump beim Unterzeichnen eines Papiers die Hand führt – als Symbol einer jüdischen Allmacht auf die Weltpolitik.
Der Direktor des American Jewish Comitee, Remko Leemhuis, erklärte: »Wir sind entsetzt, dass Künstlern, die Terror gegen die Bürgerinnen und Bürger Israels als Heldentat glorifizieren, Terroristen als Märtyrer bezeichnen und das Existenzrecht Israels bestreiten, im Herzen von Berlin eine Bühne geboten wird.« Es sei nicht hinnehmbar, dass an diesem historischen Ort zum Mord an Juden aufgerufen wird.
Von daher sende der Auftritt der Rapper ein fatales Signal an die Berliner Juden, betonte Leemhuis. »Wir vertrauen darauf, dass die Sicherheitsbehörden und die Versammlungsbehörde, wenn sie diese Veranstaltung schon nicht unterbinden können, scharfe Auflagen erlassen«, führte er weiter aus.
Die Berliner Innenverwaltung teilte mit, dass die Sicherheitsbehörden die Veranstaltung sehr genau beobachten würden. Die Polizei würde wie bereits bei anderen Versammlungen, etwa dem alljährlichen Al-Quds-Marsch, entsprechend mit harten Auflagen reagieren und bei Verstößen hart durchgreifen.
Am Brandenburger Tor gab es in der Vergangenheit schon mehrfach antijüdische Kundgebungen von arabischstämmigen Palästinensern, so etwa im Dezember 2017 und im Juni 2018. Diese finden gestützt auf das Demonstrationsrecht statt.
Palästinenser veranstalten im Zentrum Berlins Anti-Israel-Kundgebung
Juden-Hasser dürfen am Brandenburger Tor rappen
In Berlin haben palästinensische Gruppen am Brandenburger Tor zu einer Kundgebung zur »Palästina-Frage« aufgerufen. Dabei sind in Nähe zum Holocaust-Mahnmal auch zwei Rap-Musiker angekündigt, die in ihren Texten Terror befürworten und Juden »zertreten«.
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