Der türkische Tanker »Elhiblu I« nahm in internationalen Gewässern des Mittelmeers vor Libyen in seeuntüchtigen Booten befindliche illegale Migranten auf und wurde anschließend von diesen unter Gewaltandrohung gekapert.
Der Kapitän erklärte mehrfach über Funk, dass er keine Kontrolle mehr über das Schiff habe und er und seine Besatzung von einer Reihe von Migranten bedroht und gezwungen würde, nach Malta zu fahren. Der Tanker habe sechs Seemeilen vor dem libyschen Hafen Tripolis plötzlich seinen Kurs geändert.
Der Kapitän forderte Unterstützung an, weil die afrikanischen Migranten an Bord »sehr aufgebracht seien und nicht zurück nach Libyen zurückgebracht werden wollen«. Das Schiff hatte rund hundert »Schiffbrüchige« an Bord genommen.
Die maltesische Marine übernahm daraufhin im Mittelmeer durch eine Spezialeinheit die Kontrolle wieder über das von den Migranten entführte Tankschiff. Trotzdem wurde das Schiff zunächst einmal nach Malta geleitet.
»Sie sind keine Schiffbrüchigen, sondern Piraten«, twitterte Italiens Innenminister Matteo Salvini. In einer Videobotschaft warnte er die Entführer vor dem Versuch der Einreise in Italien. »Es ist offenkundig, dass es hier nicht um arme Schiffbrüchige, sondern um einen kriminellen Menschenhandel geht. Jetzt werden sogar private Schiffe entführt«, so Salvini.
Mehrfach hatten sich in den letzten Monaten zahlreiche im Mittelmeer gerettete Migranten dagegen gewehrt, wieder zurück in Libyen an Land zu gehen. Daher entschieden die maltesischen Behörden das Schiff mit einer bewaffeneten Spezialeinheit zu stürmen.
Piraterie - Afrikaner wollten sich nicht nach Libyen zurückbringen lassen
Illegale Migranten kaperten Kurs Europa Tankschiff im Mittelmeer
Im Mittelmeer nahm ein türkisches Tankschiff über 100 in Seenot befindliche Afrikaner auf und wollte diese nach Libyen zurückbringen. Daraufhin kaperten die illegalen Migranten gewaltsam den Tanker, um nach Europa zu gelangen. Maltesische Spezialkräfte eroberten das Kommando zurück.
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