Die deutschen Sicherheitsbehörden fahnden laut Medienberichten nach 11.100 syrischen Blanko-Pässen, die von der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) im dortigen Bürgerkrieg wohl erbeutet wurden.
Es soll sich hierbei um echte Dokumente, welche noch leer waren, aber nach ihrer »Beschriftung« mit Personendaten unter Vortäuschung einer falschen Identität zur Einreise nach Europa genutzt werden konnten.
Demnach liegen der »Bild am Sonntag« vertrauliche Unterlagen des Bundeskriminalamts, des Bundesinnenministerium und des Bundespolizeipräsidium vor. Diese vermuten ein erhöhtes Risiko, dass über diese Pässe der IS Kämpfer in Deutschland eingeschleust habe.
Es heißt unter Bezug auf das Bundeskriminalamt, »nach BKA-Informationen befinden sich ( ... ) insgesamt 11.100 syrische Blanko-Pässe mit folgenden Seriennummern in den Händen des IS«.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge habe für das Jahr 2015 insgesamt 18.722 Pässe wegen Auffälligkeiten nachträglich überprüft, bis Ende Oktober 2016 insgesamt 81.301. Für 2015 seien 800 und 2016 insgesamt 8.625 Fälschungen entdeckt worden.
Vom IS erbeutete Blanko-Pässe dienten offenbar Terroristen zur Einreise nach Europa
BKA fahndet nach 11.100 gefälschten syrischen Pässen
Im syrischen Bürgerkrieg sind der IS-Terrormiliz unzählige Blanko-Pässe in die Hände gefallen, mit denen möglicherweise islamistische Kämpfer nach Deutschland eingeschleust wurden. Jetzt fahnden deutsche Behörden nach 11.100 solcher Pässe.
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