Am Montag waren dann tatsächlich 20 Autos zertrümmert.
Am Montag hat ein 21-jähriger Asylbewerber aus Gambia am Bahnhof in Lauffen (Neckar) mehr als 20 Autos zertrümmert. Schon am Sonntag riefen Mitbewohner der Asylunterkunft die Polizei, weil der Mann dort randalierte. Er soll Kabel zerschnitten, Telefone und Fahrräder zerstört haben. Mit einem Schraubenzieher stach er in Fahrradreifen. Einem Mitbewohner drohte er an, ihn umzubringen. Zudem kündigte er die nachfolgende Tat offen an.
Heimbewohner berichteten übereinstimmend, der 21-jährige habe am Sonntag vor den Polizisten geschrien, er werde damit weitermachen und morgen - also Montag - auch Autos in der Stadt zerstören. Die Polizisten gingen dann wenig später, als sich die Situation offenbar beruhigt hatte. Den Mitbewohnern sagten sie, sie sollten sich melden, wenn es wieder Probleme gebe.
Der 21-jährige wurde zunächst einmal in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Wie es weitergeht, sei noch offen. Falls ein Aufenthalt in einer geschlossenen Station keine Option sein sollte, könne nach Polizeiangaben eine Untersuchungshaft infrage kommen, da Wiederholungsgefahr besteht. Hierüber müsse noch ein Amtsrichter entscheiden. Polizisten haben in solchen Situationen einen Ermessensspielraum jemand kurzfristig in Gewahrsam zu nehmen und bis zu 48 Stunden lang einweisen zu lassen.
Nach Angaben der Lauffener Asylbehrde lebte der Randalierer seit drei Jahren in der Unterkunft. Mitbewohner beschreiben ihn als anfänglich positiven und ansonsten unauffälligen Menschen, der sich allerdings seit einem Jahr immer mehr zurückgezogen und nicht einmal mehr gegrüßt habe. Er sei Waise und damals vor seinem Onkel geflohen, der ihn für den Tod seines Sohnes verantwortlich gemacht hatte und bedrohte. Nun entstand ein Sachschaden von mindestens 50.000 Euro.


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