Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen zur Sterblichkeit in Deutschland veröffentlicht. Bis Anfang August lässt sich keine erhöhte Sterblichkeit zeigen. Im Gegenteil: In der Kalenderwoche 31, die bis zum 2.August reicht, liegt die diesjährige Sterblichkeit deutlich unter den Werten der vorherigen Jahre. Während in den Jahren 2016 - 2019 durchschnittlich 17,320 Fälle zu beklagen waren, sind es 2020 16932. Im Jahre 2018 waren es sogar 20,371.
Das Statistische Bundeamt kann daher schreiben: "Im März 2020 ist bei einer monatsweisen Betrachtung kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar." Für den April heißt es dann: "Im April lagen die Sterbefallzahlen allerdings deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre" - und schließlich für August: "Seit Anfang Mai bewegen sich die Sterbefallzahlen wieder etwa im Durchschnitt."
Ein genauer Blick auf die Werte verrät jedoch mehr: In der KW 15, das ist die zweite Aprilwoche, lag die Sterblichkeit zwar in diesem Jahr mit 20,477 Fällen deutlich über dem Durchschnitt von 17893; allerdings längst nicht so deutlich darüber wie im Jahre 2018 die Werte im März: In der KW 10 erreichte die Sterblichkeit vor zwei Jahren einen Wert von 26,777, während der Durchschnitt mit 21,288 deutlich darunter lag. Konkret: Im Corona-Jahr übersteigt die Sterblichkeit in der schlimmsten Woche den Durchschnitt um 14 Prozent; im Jahr 2018 übersteigt die Sterblichkeit den Durchschnitt dagegen um 25 Prozent.
Nur geriet damals niemand, außer die Klimahüpfer und ihr Klientel, in Panik.


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