Inflationrate steigt im Juni auf 9,1 Prozent an

USA_ Höchste Inflationsrate seit 40 Jahren

Die Inflationsrate ist in den Vereinigten Staaten im Juni auf über neun Prozent geklettert. In der EU ist es kaum besser. Und schlechter.

Anders als die Regierung in Washington und einige Analysten gehofft hatte, ist die Inflationsrate in den USA noch einmal angestiegen. Mit 9,1 Prozent hat sie zwar noch nicht die seit Ende des Zweiten Weltkriegs höchsten Werte von über 12 und 14 Prozent aus den 1970er Jahren erreicht – aber angesichts der Steigerungsrate ist nichts mehr auszuschließen.

In Deutschland sieht die Entwicklung nicht besser aus. Zwar sankt die Inflationsrate im Juni auf 7,6 Prozent, was 0,3 Punkte weniger sind als im Mai. Aber erstens ist das weiterhin ein hoher Wert und zum anderen ist die Abnahme eine Folge staatlicher Maßnahmen zur Preiskontrolle – auch wenn die Regierung sie nicht so nennt. Dazu zählen das 9-Euro Ticket und Tank-Rabatte.

Die Steigerung bei den Lebensmittelpreisen hat dagegen die 12-Prozent-Marke deutlich überschritten. Milch verzeichnet sogar eine Verteuerung um 17 Prozent.

Kleiner Trost: Die Kaltmieten sind nur um 1,7 Prozent angestiegen. Die Kalt-Miete! Denn die Energiekosten ziehen so kräftig an, dass die Mieten um ungefähr 10 Prozent steigen werden.

Während die US-Notenbank als Reaktion auf die galoppierenden Teuerungsraten die Zinsen anhebt, reagiert die Europäische Zentralbank praktisch überhaupt nicht. Bei Wirtschaftsregionen driften damit auseinander. Dem Leitzins von 1,75 Prozent in den USA stehen ein Leitzins von 0,25 in der Euro-Zone und 0,0 Prozent in Deutschland gegenüber.

Mit dramatischen Folgen für den Devisenmarkt. Erstmals seit Beginn des Jahrtausends ist der Euro unter die nominelle Wertgleichheit mit dem US-Dollar gefallen.

Dank ihrer Hochverschuldungspolitik haben sich die Euro-Länder und damit auch Deutschland in eine Zwickmühle manövriert. Höhere Zinsen verteuern die angehäuften Staatsschulden. Der überbordende Sozialstaat mit seiner Rundumversorgung von Nicht-Leistungsträgern und Migranten frisst das vorhandene Geld immer schneller. Doch wer wird sich trauen, den Geldhahn zuzudrehen?

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.