Weil Wirtschaftsminister Habeck nicht zu Potte kommt:

Strompreis könnte bis 2023 um 1.000 Prozent gestiegen sein

Während Wirtschaftsminister Robert Habeck mit den Grünen über Atomstrom und Kohle streitet, steigen die Strompreise dramatisch.

Wer noch immer glaubt, Robert Habeck könnte für den Industriestandort Deutschland Verantwortung tragen, sollte einen Blick auf die Strompreise in naher Zukunft werfen; der Terminmarkt verrät sie. Und dort liegt der Preis momentan bei 500 Euro pro Megawattstunde zur Lieferung in Jahr 2023. Das ist mehr als doppelt so hoch wie zu Jahresbeginn 2022 und zehnmal so hoch wie Anfang 2021.

Allerdings reden augenblicklich alle vom Gas. Dabei kann der Eindruck entstehen, es ging auch nur um Gas. Etliche Bürger sind gerade dabei, sich einen Heizlüfter zu kaufen, um der Preisexplosion bei Gas zu entkommen. Dabei geraten sie vom Regen in die Traufe. »Es ist möglich«, kommentiert der Energieexperte Alexander Weiss von der Unternehmensberatung McKinsey laut Welt, »dass wir in Deutschland vor einer Gasknappheit noch eine Stromknappheit bekommen könnten«.

Der Grund ist bei Robert Habeck und seiner grünen Wirtschaftspolitik zu suchen. Denn anders als seit dem Winter und Beginn des Angriffskriegs Russland gegen die Ukraine notwendig, redet der grüne Dandy zwar viel von der Beschaffung von Energie – aber er tut nichts.

Dabei gäbe es gleich zwei naheliegende Quellen für Strom: Atomkraft und Kohle. Kraftwerke und Rohstoffe sind vorhanden.

Ein einziges Kohlekraftwerk ging im niedersächsischen Mehrum ging ans Netz und schützt die deutschen Verbraucher vor den Folgen der grünen Klimapolitik. Weitere Kohlekraftwerke bleiben kalt, weil Habeck die Erlaubnis zur Kohleverstromung an strenge Bedingungen geknüpft hat – während Habeck gleichzeitig tönt, dass es »auf jede Kilowattstunde ankommt.«

Das Schlimmste: Gasreserven und Kohleverstromung hängen engstens zusammen. Im diesem Frühjahr verbrannte Deutschland mehr Gas zur Stromerzeugung als in den Jahren zuvor; Strom, der auch mit Kohlekraftwerken hätte produziert werden und »schnell Entlastung schaffen können«, wie Christof Bauer, Vorsitzender des Energieausschusses im Verband der Chemischen Industrie, VCI, betont.

»Wie will man dem Bürger denn erklären, er soll sparen oder frieren«, sagt Werner Marnette, so wie Habeck ehemaliger Minister in Schleswig-Holstein, »wenn zugleich Milliarden Kubikmeter des wertvollen Rohstoffs völlig unnötig verfeuert werden«. Und dann ergänzt der CDU-Politiker: »Die Fortsetzung der vermeidbaren Verstromung von Erdgas auf hohem Niveau ist verantwortungslos, wenn nicht sogar strafbar.«

Wie immer kommt bei den Grünen zur ideologischen Traumtänzerei die völlig Unfähigkeit in Zusammenhängen zu planen. So haben sie die Betreiber der Kohlekraftwerke gezwungen, einen übergroßen Mindestvorrat an Kohle anzulegen. Die weigern sich, wegen der extrem hohen Kosten und als sei das nicht genug, können sie auf die Schnelle keine zusätzliche Kohle aus Rotterdam zu den Kraftwerken schaffen – der Rhein erreicht gerade einen Tiefstand, der den Transport unmöglich macht.

Bliebe die Braunkohle. Aber über die wollen Habeck und die Grünen erst gar nicht diskutieren.

Sven von Storch

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