Während der Merkel-Lockdown an den Corona-Viren spurlos vorübergeht, hat er dramatische Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, DIHK, sind über 175.000 Unternehmen von der Insolvenz bedroht. Das sind ungefähr fünf Prozent aller Unternehmen.
Besonders betroffen sind Unternehmen, die von den Schließungen direkt betroffen sind. Ein Drittel der kreativen und künstlerischen Betriebe, 30 Prozent der Reisebüros, 27 Prozent der Taxibetriebe und 20 Prozent der Unternehmen aus der Gastronomie stehen vor der Insolvenz. Ebenfalls existenziell bedroht sind Messe- und Kongressveranstalter.
Selbst wirtschaftlich bisher gesunde Unternehmen geraten in den vom Merkel-Lockdown ausgelösten Strudel. Über ein Viertel von 18.000 befragten Unternehmen aus allen Branchen berichten von einem Rückgang des Eigenkapitals, 20 Prozent aller Betrieb kämpfen mit Liquiditätsengpässen. Die hohe Liquidität vieler deutscher Unternehmen war der Grund, warum viele den Ersten Lockdown noch relativ unbeschadet überstanden haben.
Die Wirtschaftshilfen der Bundesregierung erfüllen in den meisten Fällen nicht ihren Zweck. Entweder bleiben sie weit unterm dem Umsatz. Oder sie sorgen für Verzerrungen auf dem Markt. Das praktisch ausgeschaltete Insolvenzrecht tut sein übriges, eigentlich wirtschaftlich tote Unternehmen am Leben zu halten.
Somit hat der Zweite Lockdown, der sogenannte Merkel-Lockdown, Ansätze einer Besserung nach dem Ersten Lockdown völlig zunichte gemacht. »Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet«, behauptete Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung, ifo, Clemens Fuest - wo er sagen müsste: Die Maßnahmen der Regierung. Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Januar verglichen mit dem Vormonat um 2,1 auf 90,1 Punkte. »Die Unsicherheit hat zugenommen«, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe, »auch weil sich die Impfungen hinziehen dürften«.
Im Jahr der Corona-Maßnahmen ist die deutsche Wirtschaft so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise 2008/2009 nicht mehr. Bisher ging die Bundesregierung von einem Wachstum der Wirtschaft von 4,4 Prozent für 2021 aus – diese Zahl dürfte sie in dieser Woche auf drei Prozent senken. Daher warnen Ökonomen vor einem noch radikaleren Lockdown einschließlich geschlossener Industriebetriebe, wie ihn der SPD-Virenexperte Lauterbach und Angela Merkel favorisieren.


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