Folgen des Merkel-Lockdowns:

Krankenhäuser können Gehälter bald nicht mehr zahlen

Viele Krankenhäuser sind nach einem dreiviertel Jahr Corona-Panik auf dem Weg in die Pleite. Der Grund ist einfach.

Viele Krankenhäuser sind nach einem dreiviertel Jahr Corona-Panik und dem dritten Lockdown auf dem Weg in die Pleite. Etwa die Hälfte der Kliniken erwartet laut Krankenhausbarometer des Deutschen Krankenhausinstituts, DKI, im zu Ende gehenden Jahr ein Defizit; bei den großen Krankenhäusern sind es sogar 70 Prozent. »Im Vergleich zu 2019«, heißt es im Bericht, »wird der Anteil der Häuser mit positivem Jahresergebnis von 46 Prozent auf 29 Prozent zurückgehen.«

Der wichtigste Grund für die wirtschaftliche Notlage sind die Verschiebung von Operationen wegen der Corona-Pandemie. Dadurch sanken die Erlöse der Kliniken weiter, nachdem sie schon im Vorjahr keine guten Ergebnisse erzielt hatten.

Auf Drängen der Bundesregierung und der Länderregierungen werden seit dem 16. März 2020 alle »planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe« auf unbestimmte Zeit verschoben oder ausgesetzt. Dieser Aufforderung folgten mit 99 Prozent praktisch alle Krankenhäuser. Besonders betroffen waren Hüftgelenkoperationen. In vielen Fällen standen die OP-Säle zugleich leer.

Die Panik der Merkel-Regierung tat ihr übriges. Zwei von drei Patienten gingen aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr ins Krankenhaus oder verzichteten auf einen möglicherweise notwendigen Eingriff.

Interessant sind die Auswirkungen auf die alltäglichen Abläufe in den Kliniken. Sie sind weniger spektakulär aber nichtsdestotrotz folgenreich. So sorgten die Hygienevorschriften für eine deutliche Verzögerung in diesen Abläufen.

Ein weiterer Kostenfaktor ist der steigende Fachkräftemangel. Etwa die Hälfte der Kliniken konnten offene Stellen in Operationssälen nicht besetzen. Bundesweit sind etwa 3000 Vollzeitstellen im nicht ärztlichen OP-Dienst und Anästhesiedienst nicht besetzt. Wenn man überlegt, dass für die anstehenden Impfungen der Bevölkerung massenweise Pflegekräfte und Ärzte eingesetzt werden müssen, werden die Aussichten noch trüber.

Kein Wunder also, dass Krankenhäuser ihre momentane Lage als eher schlecht einschätzen. Nur 18 Prozent der befragten Häuser beurteilen ihre wirtschaftliche Situation als »gut«; 45 Prozent beurteilten sie dagegen als »unbefriedigend«. Für die Zukunft erwarten nur 24 Prozent eine Verbesserung, aber 40 Prozent eine Verschlechterung.

Auf die Hilferufe der Krankenhäuser hat Gesundheitsminister Spahn, CDU, jetzt reagiert. Er erklärte, »Bund und Länder stehen gemeinsam in der Verantwortung. Wir wollen und werden die Liquidität der Krankenhäuser in der Krise sichern. Darauf können sich die Beschäftigten verlassen«. Ob dieses Versprechen mehr Wert ist, als Spahns Versprechen vom 1. September, als er sagte, es werde keinen Lockdown mehr geben, wird die Zukunft zeigen.

Sven von Storch

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