Wirtschaftliche Schäden des Merkel-Lockdown:

Immer mehr Brauereien vor der Pleite

Während Gaststätten und Restaurants wenigstens einen Teil ihrer Umsätze vom Steuerzahler ersetzt bekommen, gehen andere leer aus.

Die Aktion war spektakulär: Weil den Brauereien das Fassbier nicht mehr abgekauft wurde und die halbjährige Haltbarkeitszeit erreicht ist, wurde das Bier in die Kanalisation gekippt. Auf Kosten der Brauer. Ersatz vom Staat erhalten sie nicht.

Während alle Welt über die Notlage von Restaurants und Gaststätten diskutiert und wann endlich die von der Merkel-Regierung versprochenen Hilfsgelder fließen, wird über eine andere Gruppe von Unternehmen geschwiegen: Die Zulieferer. Ganz zuerst sind da die Brauereien zu nennen.

Nun haben sie sich in einem offenen Brief an die Öffentlichkeit gewendet: »Von Woche zu Woche«, heißt es darin, »geraten immer mehr Brauereien, Brauereigaststätten und Fachgroßhändler unverschuldet in existenzielle Not und sind von Insolvenz bedroht«. Und vermutlich ist die Aussetzung der Insolvenzverfahren durch die Bundesregierung kein Trost.

Der Grund für den Niedergang: Hilfsgelder fließen nur an die unmittelbar vom Merkel-Lockdown betroffenen Geschäfte, Restaurant und Gaststätten, also an die letzten in der Kette bis zum Kunden. Deren Zulieferer beißen dagegen, anders als im Sprichwort, die Hunde. Dazu kommen noch all die ausgefallenen Feste und Festivitäten. »Für die Gastronomie wurden ab November 2020 in diesem Zusammenhang Hilfsmaßnahmen entwickelt – die 1500 deutschen Brauereien als indirekt von deren erzwungener Schließung Betroffene gehen jedoch, bis auf wenige Ausnahmen, leer aus«, klagt ein Vertreter der Brauereien.

Das Geschäft mit den Supermärkten und anderen Händlern, die weiterhin öffnen dürfen, ist dafür zwar sprunghaft gewachsen – ersetzt aber nicht die Verluste auf der anderen Seite. Insbesondere Fassbierlieferanten sind betroffen. Ihr Problem: Die Haltbarkeit ihrer Ware läuft ab.

Insgesamt sind die Bierverkaufszahlen 2020 laut Statistischem Bundesamt so stark gesunken wie die zehn Jahre zuvor zusammen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Auch in diesem Sektor der Volksversorgung könnte den Propagandisten von Veggiedays und Früchtetee die Entwicklung ganz recht sein. Sie werden die Pleiten der Brauereien zu einer positiven Entwicklung umdeuten.

Sven von Storch

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