Nach dem Wellenbrecher-Lockdown nun die Pleitewelle

Folge des Merkel-Lockdown_ Bis zu 120.000 Geschäfte werden aufgegeben!

Trotz geöffneter Geschäfte sind die Aussichten für den Handel weiterhin düster. Die Politik scheint das nicht zu kümmern.

Freie Welt

Seit wenigen Tagen dürfen Geschäfte wieder öffnen. Das ist natürlich eine gute Nachricht. Doch sie verbirgt das wirtschaftliche Unglück dahinter.

In einem Gespräch hat Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, HDE, die Lage wohl der meisten Einzelhändler aber auch vieler Handelsketten beschrieben: »Das Handelsforschungsinstitut IFH geht davon aus, dass bis zu 120.000 Geschäfte aller Größenordnungen aufgegeben werden, viele davon in aller Stille.«

Der Grund ist einfach. Während die Merkel-Regierung einen Lockdown nach dem anderen durchzog, verweigert sie nun vielen Händlern die nötigen Hilfen. Überbrückungshilfen, die bis Jahresende gezahlt werden sollen, gehen nur an Geschäfte mit einem Umsatzrückgang in einem Monat von mindestens 30 Prozent. Genth bemerkt: »Ein Minus von 16 Prozent wäre zu anderen Zeiten ein Desaster.« Die anderen gehen leer aus.

Bei großen Handelsunternehmen schlägt zudem die Höchstgrenze von zehn Millionen Euro im Monat durch. Damit sind in vielen Fällen nicht einmal Miet- und Pachtausgaben gedeckt. »Wir haben vorgeschlagen, die Grenze auf 50 bis 70 Millionen hochzusetzen.« Begründung: »Große Filialketten haben, durch diese Schließung bedingt, Verluste zwischen 50 und 200 Millionen Euro im Monat zu schultern. Dafür muss es wenigstens einen Schadensausgleich zu einem nennenswerten Teil geben.«

Rechtlich steht den Zahlungen nichts im Weg, eine entsprechende Genehmigung der EU-Kommission liegt »bereits seit fast zwei Wochen vor.« Was fehlt: Die Bewilligung durch Bundesfinanzminister Scholz, SPD, »Das ist für uns unverständlich.«

Zögert der Sozialdenkrat weiter, geht das Handelsforschungsinstitut, IFH, davon aus, dass bis zu 120.000 Geschäfte aufgegeben werden, »viele davon in aller Stille.« 25 Prozent aller Modehändler, 29 Prozent der Inhaber von Schuhgeschäften und 43 Prozent der Sportartikelhändler rechnen mit einer Schließung bis zum Ende des Jahres. Selbst bei den großen Filialunternehmen ist das Risiko groß. Die vielen Lockdowns haben die Finanzdecke aufgezehrt.

Besonders fatal wirkt sich aus, was die Kunden als großen Vorteil erleben: Die nun geöffneten Geschäfte unterbieten sich mit ihren Preisen. Das aber hält nur durch, wer es selbst in diesen Zeiten geschafft hat, Reserven zu bilden oder zumindest zu halten.

Sven von Storch

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