7-Sigma Inc. ist ein führendes Unternehmen bei der Herstellung von Präzisionswalzen, wie sie in Hochgeschwindigkeitsdrucksystemen verwendet werden. Seit 1987 ist es im Süden von Minneapolis tätig und beschäftigt etwa 50 Mitarbeiter, schreibt die Washington Times. – Doch jetzt ist Schluss.
In der ersten Nacht der Unruhen nach dem Tod des Schwarzen George Floyd waren das Gebäude und die Produktionsanlagen von Protestierenden gesetzt worden. Zunächst war in den benachbarten Wohnblöcken Feuer ausgebrochen. Der Chef von 7-Sigma hatte seine Mitarbeiter daraufhin früher nach Hause geschickt. Ein Feuerwehrwagen hätte vor der Tür gestanden, erklärte der Besitzer Kris Wyrobek, aber es wäre klar gewesen, »dass sie nichts machen.«
Der Bürgermeister von Minneapolis Jacob Frey erklärte dagegen, jeder Feuerwehrwagen sei im Einsatz gewesen. Allen war angesichts der Aufstände klar: »Das ist eine handfeste Krise, die handfeste Reaktionen verlangte« – den Einsatz der Nationalgarde. Als sie vor Ort war – »übrigens das erste mal seit dem Zweiten Weltkrieg« – änderte sich die Lage schlagartig.
Die Stadt verliert mit 7-Sigma 50 Arbeitsplätze und ein führendes Unternehmen. Kris Wyrobek zeigte sich schockiert. »Das hätte ich mir nicht einmal in den schlimmsten Alpträumen vorstellen können«, sagte er. Aber er »sei vorsichtig optimistisch«, die Produktion wieder aufbauen zu können. Aber »sicherlich nicht in Minneapolis«.
Nach einer ersten Erhebung wurden bei den Unruhen allein in Minneapolis fast 1.000 Gewerbebetriebe beschädigt; 52 Geschäfte wurden vollständig zerstört. Der Gesamtschaden in der Stadt wird auf über 500 Millionen Dollar geschätzt.


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