Der deutsche Energieriese Uniper schlägt Alarm! Es sind laut einem Unternehmenssprecher vier Milliarden Euro nötig, um die »kurzfristige Liquidität des Unternehmens sicherzustellen«. Sonst droht die Zahlungsunfähigkeit.
Wirtschaftsminister Robert Habeck, Die Grünen, vergleicht die Situation bereits mit der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers, die im Jahr 2008 die schwerste Weltwirtschaftskrise der Nachkriegszeit ausgelöst hatte, um dann zu versprechen: »Wir werden diejenigen Versorgungsunternehmen, die darauf angewiesen sind, auf jeden Fall mit der nötigen Liquidität versorgen«. Weiter versicherte der Minister: »Deshalb wird es am Energiemarkt keine Kettenreaktion wie jene nach dem Untergang der Investmentbank Lehman Brothers zu Beginn der Welt-Finanzmarktkrise geben.«
Ein wenig glaubwürdiges Versprechen, wenn man bedenkt, dass Uniper den gesamten Kreditrahmen der Förderbank KfW von neun Milliarden nach eigenen Angaben »vollständig ausgeschöpft« hat. Weitere vier Milliarden Euro sind nötig, um die »kurzfristige Liquidität des Unternehmens sicherzustellen« – wohlgemerkt die kurzfristige Liquidität.
Hintergrund der tiefgreifenden Krise sind die rasant steigenden Strompreise. Vom langjährigen Mittelwert zwischen 30 und 50 Euro sind die Preise für eine Megawattstunde auf 1.000 Euro gestiegen – also um das 20 bis 30-fache. Allein im letzten Monat gab es auf einem ohnehin hohen Niveau eine Verdopplung. »Da Uniper die höheren Beschaffungskosten bislang allein trägt«, erklärt Uniper, »akkumuliert das Unternehmen derzeit zahlungswirksame Verluste von deutlich über 100 Millionen Euro am Tag.«
Der Preisanstieg beim Strom hängt nur teilweise mit dem Preisanstieg beim Gas zusammen. Ein akuter Strommangel in Frankreich treibt den Preis ebenfalls in die Höhe. Dazu kommen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Gaskrise.
Die Bundesregierung hatte dem ›Trading Hub Europe‹, THE, mehr als 13 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, um Brennstoff zu kaufen – die Verkäufer nutzten die günstige Gelegenheit, die Preise zu erhöhen und die praktisch grenzenlos steigenden Geldmengen abzuschöpfen. Etwas zu spät erklärt Robert Habeck nun: »Wir werden Erdgas nicht mehr zu jedem Preis einkaufen, deshalb werden sich die Märkte beruhigen«.
Zur Erinnerung: Bei den 13 Milliarden Euro handelt es sich um Steuergelder. Durch die Politik von Wirtschaftsminister Robert Habeck, Die Grünen, haben die Steuerzahler den Strompreise mit ihren eigenen Geldern nach oben getrieben. Preise, die sie jetzt selbst entrichten müssen.


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