Momentan versinkt der deutsche Staat in roten Zahlen. Um die Corona-Maßnahmen erträglich zu machen, gaben Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen erheblich mehr Geld aus, als sie einnehmen konnten. Zugleich schrumpfte die Wirtschaft dramatisch.
Wie FAZ und Welt berichten, überstiegen die Ausgaben die Einnahmen zusammen um 51,6 Milliarden Euro; das sind 3,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die Bundesbank erwartet Defizit von etwa sieben Prozent. Der Grund ist einfach: »Die Steuereinnahmen brechen weg«, erklärte ein Vertreter der Bank, »während die Ausgaben nicht nur weiterlaufen, sondern teilweise – wie bei der Arbeitslosenversicherung – krisenbedingt stark steigen.« – Eine no-win Situation, oder besser: Eine lose - lose Situation.
Als Folge der Corona-Maßnahmen schrumpfte die Wirtschaft im zweiten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt, BIP, fiel von April bis Juni um 9,7 Prozent zum Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt mit. Nach einer früheren, offenbar fehlerhaften Schätzung, wurde ein Minus von 10,1 Prozent erwartet. Es handelt sich um den stärksten Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen Auszeichnungen des BIP für Deutschland im Jahr 1970.
Für das laufende dritte Quartal erwarten Ökonomen wegen der Lockerung der Corona-Beschränkungen ein deutliches Wachstum – was nach dem katastrophalen Einbruch im zweiten Quartal wenig wundert.
Insgesamt sagt die die Bundesregierung für das Jahr 2020 die schwerste Rezession der Nachkriegszeit voraus: Das Bruttoinlandsprodukt dürfte insgesamt um 6,3 Prozent einbrechen.


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