Eine gute und eine schlechte Nachricht: Im letzten Jahr haben Chinesen ca. 10 Milliarden Euro in deutschen Unternehmen investiert, wie die FAZ schreibt. Im ersten Halbjahr 2019 waren es gerade einmal 505 Millionen Dollar.
Die Frage ist: Welche Nachricht ist die gute. Das hängt von den Gründen für den Rückgang ab. Und die sind vielfältig.
Zum einen schwächelt die chinesische Wirtschaft. Der Handelskrieg mit den USA entwickelt sich allmählich zu einem mittelschweren Desaster für Peking. Die von Trump verhängten Zölle treffen, wie von vielen Fachleuten vorausgesagt, die chinesische Wirtschaft, die auf Exporte angewiesen ist wie keine zweite, im Mark.
Zum anderen schwächelt die Euro-Region. Nicht nur in Deutschland spart Peking mit Investitionen. Der gesamte europäische Raum scheint kaum einen chinesischen Rubel Wert zu sein. Lediglich im Gegenwert von 2,4 Milliarden Euro wurde gekauft - ein Rückgang um 80 Prozent gegenüber 2019.
Besonders betroffen ist Deutschland. Und das ist wohl die andere schlechte Nachricht: Deutschland lohnt nicht mehr für größere Investitionen. Die immer schlechtere Wirtschaftsentwicklung macht sich auch hier bemerkbar.
Um welche Verhältnisse es tatsächlich geht, zeigt ein Vergleich mit 2016. Damals hatte Peking 85 Milliarden Euro in europäische Firmen gesteckt. In diesem Jahr sind es etwa 3 Prozent dieser Summe.
Die gute Nachricht: Die Macht Pekings steht unter Druck. Die schlechte: Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa trübt sich immer mehr ein. Und das in Zeiten, in denen die Staatsausgaben weiterhin steigen.


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