Passend zu den beinahe Tränen von Greta Thunberg legt der Weltklimarat seinen neuen Bericht zum Anstieg der Weltmeere vor. Das subtile Spiel mit Untersuchungen und Analysen geht in die nächste Runde.
Der Bericht des Weltklimarat ist eindeutig: Der durchschnittliche Pegel der Ozeane wird weiter ansteigen. In einer Stellungnahme der beteiligten Forscher heißt es laut Welt: "Der Ozean ist wärmer, saurer und weniger ertragreich. Das Schmelzen der Gletscher und Eisschilde führt dazu, dass der Meeresspiegel steigt, und extreme Wetterereignisse an der Küste werden heftiger."
Allerdings ist es bei dem Bericht wie mit allen Berichten zuvor: Der Weltklimarat IPCC macht keine eigenen Forschungen - er lässt forschen. Seine wissenschaften Mitarbeiter durchkämmen die Arbeiten anderer Wissenschaftler, fassen die Ergebnisse zusammen und stellen sie dann medienwirksam dar.
In dem Bericht werden mehrer Szenarien beschrieben. Sie unterscheiden sich durch die angenommenen Werte unter anderem für die Zunahme der Treibhausgase. Im schlechtesten Fall, also bei der größtmöglichen Zunahme von Treibhausgasen, wird ein Temperaturanstieg gegenüber dem Beginn der Industriealisierung von 3,2 bis 5,4 Grad, im günstigsten Fall wird ein Wert zwischen 0,9 und 2,4 erwartet.
Entsprechend ergeben sich unterschiedliche Erwartungen für den Anstieg des durchschnittlichen Meerespegels. Er würde im Jahre 2100 im schlimmsten Fall zwischen 60 und 110 Zentimeter und im günstigsten Fall zwischen 30 und 60 Zentimeter liegen.
Mit welcher Unsicherheit die Schätzungen belegt sind, verrät der Klimarat nicht. Die relativ große Spanne der Werte - immerhin 0,9 bis 2,4 Grad beim günstigen Temperaturanstieg - deutet jedoch eine hohe Unsicherheit an. Weiter wird wie immer nicht mitgeteilt, wie die Unsicherheiten in den einzelnen Untersuchungen in die publizierten Werte einfließen. Denn das bleibt festzuhalten: Die Forscher des IPCC tragen ausnahmslos die Werte von anderen Forschern zusammen. Mit welcher Unsicherheit die jeweiligen ursprünglichen Forschungsresultate behaftet sind, fällt unter den Tisch.
Mit diesem statischen Trick wird schon seit Jahren gearbeitet. Immer wieder wird auf die 98 Prozent aller Forscher verwiesen, die den Klimawandel für menschengemacht halten. Mit welcher Unsicherheit ihre Zahlen behaftet sind, wird meistens verschwiegen. Es macht aber einen fundamentalen Unterschied, ob 98 Prozent aller Forscher zu jeweils 90, 80 oder 51 Prozent sicher sind, dass der Klimawandel menschliche Ursachen hat. In den Medien wird der Anteil der Forscher, die den Wandel mit mehr als 50 Prozent Sicherheit für menschengemacht halten, als Grad für die Sicherheit verkauft - eine dem Unwissen oder perfider Absicht zu verdankende Umdeutung der tatsächlichen Daten.


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