Wissenschaft statt Panikmache

Meta-Studie belegt_ Corona weit weniger tödlich als angenommen

In einer Meta-Studie zeigt ein Professor aus Stanford, dass Covid-19 deutlich weniger tödlich ist, als angenommen.

In einer sogenannten Meta-Studie hat ein Professor der amerikanischen Elite-Universität Stanford gezeigt, dass Covid-19 weitaus weniger tödlich ist, als in Deutschland von Politik und Medien angenommen.

So gibt die Studie für die nordrhein-westfälische Gemeinde Gangelt, die im April wegen ihres dramatischen Infektionsgeschehens bekannt wurde, eine Infektionssterblichkeit von 0,25 Prozent an. Diese Zahl entspricht damit dem vom Virologen Hendrik Streeck in seiner heftig angefeindeten Studie veröffentlichten Wert.

Insgesamt ermittelt die Metastudie eine durchschnittliche Infektionssterblichkeit von unter 0,23 Prozent. Im Gegensatz dazu rechnet Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité, mit »rund einem Prozent oder etwas mehr«, also einem fünfmal höheren Wert und das Robert-Koch-Institut, RKI, sogar mit 3,1 Prozent – ein Wert, der 15-mal höher liegt.

Dramatisch werden die Unterschiede, wenn das Alter der betroffenen Personen berücksichtigt wird. So liegt die Infektionssterblichkeit bei den unter 70-Jährigen bei 0,05 Prozent. Hier rechnet das RKI mit einem über 50-mal höheren Wert.

Schließlich resümiert die Studie: »Die Infektionssterblichkeitsrate von COVID-19 variiert erheblich zwischen verschiedenen Orten und das kann wesentlich an der Altersstruktur der jeweiligen Bevölkerung und an deren jeweiligem Infektionsgrad liegen. Die gefolgerten Infektionstotenraten tendierten dazu, viel niedriger zu sein als die Schätzungen zu Beginn der Pandemie.«

Die peer-review Metastudie – also eine Studie, die andere Studien ausgewertet und bereits eingehend überprüft wurde – stammt von John P. A. Ioannidis. Er ist Professor für Medizin und Epidemiologie an der Stanford-Universität und gehört zu den zehn aktuell meistzitierten Wissenschaftlern der Welt.

Der Großteil des deutschen Mainstreams und der Politik ignoriert die Ergebnisse der Meta-Studie einfach, ntv zeigte sich zumindest erstaunt. Das muss man wohl glauben, denn seit Monaten dramatisiert der Mainstream die Situation und versteift sich auf das Infektionsgeschehen, statt die Folgen einer Infektion zu beachten, obwohl eigentlich nur die Folgen überhaupt interessant sind.

Insbesondere die Bedeutung der Altersstruktur in den verschiedenen Ländern wurde bisher überhaupt nicht berücksichtigt. Statt dessen wurde aus den höheren Infektionszahlen in sogenannten HotSpots auf eine mehr oder weniger sicher steigende Sterblichkeitsrate geschlossen. Gerade dieser Schluss lässt sich aber überhaupt nicht belegen. Eine Steigen der Infektionsrate in dem einen Ort mit einer durchschnittlich jüngeren Bevölkerung bedeutet etwas ganz anderes, als ein Steigen in einem anderen Ort mit durchschnittlich älterer Bevölkerung.

Wenn jedoch beachtet würde, dass die Altersstruktur der Bevölkerung entscheidend ist, ergäben sich gänzlich andere Strategien beim Umgang mit Covid-19, Strategien, über die in Deutschland nicht einmal nachgedacht wird. Die gerade heftig diskutierte Abriegelung einzelner angeblicher Krisengebiete wäre dann völlig sinnfrei.

 

 

 

Sven von Storch

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