Prof. Isaac Ben-Israel, Mathematiker und Vorsitzender des Nationalen Rates für Forschung und Entwicklung Israels, hat bei der statistischen Analyse des Wachstums und Rückgangs von Corona-Infektionen ein Muster entdeckt. Über alle Länder der Welt, erklärte der Leiter des Programms für Sicherheitsstudien an der Universität Tel Aviv, zeige sich, dass die Zahl der Infizierten bis zum 40. Tag der Epidemie ansteige und dann bis zum 70. Tag.
In seiner Analyse betrachtet Ben-Israel die Zahl der täglich neu Infizierten. Damit weicht er vom üblichen Verfahren der Betrachtung der Gesamtzahl von Infizierten ab. Vergleiche verschiedener Länder zeigen nun eine Kurve, die etwa bis zum 40. Tag der Epidemie ansteigt, zunächst sogar exponentiell. Anschließend fallen die Werte jedoch bis zum 70. Tag wieder ab – und das für alle Länder.
Einen Grund für diese Entwicklung kann Ben-Israel nicht nennen. »Es gibt alle möglichen Spekulationen«, erklärte der Professor: »Vielleicht hängt es mit dem Klima zusammen, oder das Virus hat eine eigene Lebensspanne«. Allerdings sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache, so dass ein tieferer Grund vermutet werden kann.
Als Ben-Israel seine Ergebnisse in einer Sendung vorstellte, kam es zu einem heftigen Disput mit Professor Gabi Barbash, einem Krankenhausdirektor und ehemaligen Generaldirektor des Gesundheitsministeriums. Ben-Israel hält den Lockdown ganzer Volkswirtschaften für eine Massenhysterie. ›Social distancing‹ würde völlig genügen.
Nachdem der Mathematiker die Sendung verlassen hatte, ergänzte der Vertreter aus dem Gesundheitsministerium, »Ich dränge nachdrücklich darauf, dass wir nicht zulassen, dass Mathematiker - die nichts über Biologie wissen - bestimmen, wann wir den Lockdown aufheben.« Die Daten konnte er allerdings nicht widerlegen.


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