Beim Versuch, die Zahl der Impfwilligen und damit die Zahl der verkauften Impfdosen zu erhöhen, schrecken Regierung und Mainstream vor keinem Mittel zurück. Das neueste Mittel: Die Kinder sind von Corona bedroht. So titelt web.de: »Zahl minderjähriger COVID-19-Patienten steigt in den USA«. Schuld sind, wie könnte es anders sein, die Ungeimpften.
Die Masche bei dieser offensichtlich irreführenden Information ist eigentlich leicht zu durchschauen. Nach einem Absatz bei web.de, in dem auf ungenannt bleibende »Expertinnen und Experten« verwiesen wird, heißt es: »Im August waren 22 Prozent der Corona-Fälle Kinder«.
Was besagt die Zahl 22 Prozent ? – Eigentlich gar nichts. Zum einen wird nicht gesagt, welche Alterspanne hier gemeint ist. Sind es Kinder bis 12 ? Zählt ein Teil der Jugend dazu ? – Web.de schreibt es nicht und weiß es wahrscheinlich auch nicht. Vergleichszahlen zu den Vormonaten werden natürlich schon gar nicht geliefert.
Bei seinen Zahlen beruft sich web.de auf die tagesschau des staatlichen Bezahlfernsehens. Dort heißt es: »Im Frühjahr waren 15 Prozent der Covid-Fälle in den USA Kinder. Im August waren es 22 Prozent, Tendenz steigend.« Immerhin schafft man es, zu vergleichen. Welche Altersgruppe gemeint ist, weiß der Leser aber ebenfalls nicht. Dafür wird vom Sender dramatisierend ergänzt: »In Florida werden derzeit pro Tag mehr als 60 Kinder mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert, die Zahlen haben sich verzehnfacht.« – Verzehnfacht zu welchem Zeitpunkt ? März 2021 ? März 2020 ? März 2019 ?
Tatsächlich waren schon im Oktober 2020 fast 10 Prozent der Infizierten Jugendliche und Kinder. Doch was wie eine Verdoppelung innerhalb eines Jahres klingt, ist ein simpler statistischer Effekt des Rückgangs der Infizierten im höheren Alter. Sinkt deren Zahl, was natürlich auch durch die Impfung erreicht wird, deren Gefahren unbekannt sind, dann steigt automatisch der Anteil infizierter Kinder. Mit den Ungeimpften hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Die tagesschau interessiert sich nicht für solche Details. Sie klaubt ein Interview mit einem Kinderarzt und den Einzelfall eines zwei Monate alten Kindes aus New Orleans zusammen und bietet das, nachdem kräftig auf die Tränendrüse gedrückt worden ist, als Nachrichten an.
Andere Länder, andere Medien: In Österreich ging der Standard dem Phänomen der im Vergleich zu Deutschland deutlich höheren Infektionszahlen nach und traf bereits im Mai ebenfalls auf eine rein statistische Erklärung. So werden in Graz Neugeborenen-Station grundsätzlich als Intensivstationen geführt. Infizierte Säuglinge sind also immer Intensivpatienten.
Wie es den Säuglingen gesundheitlich geht ? – Sehr wahrscheinlich wieder recht gut. Denn wie nebenbei heißt es bei web.de, dass nach aktuellen Untersuchungen von US-Kinderärzten »eine schwere Erkrankung durch COVID-19 bei Kindern derzeit ›eher ungewöhnlich‹« sei.


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