In der Berichterstattung über die USA gelten Schwarze in der Regel als Opfer und weiße Polizisten als Täter. Daraus wird auf einen virulenten Rassismus bei den Polizisten geschlossen. Eine Studie zeigt, dass die Wahrheit eine andere ist.
Die Studie betrachtet Fälle mit tödlichem Waffengebrauch. Dabei gehen die Forscher in zwei Schritten vor: Zuerst werden die bisherigen Fragen betrachtet und anschließend neue Fragen entwickelt. Denn eines ist den Wissenschaftlern sehr schnell deutlich geworden: Bisher wurde im Grunde oberflächlich oder einfach nicht richtig gefragt.
Zum Beispiel wurde nicht nach der Hautfarbe der Polizisten gefragt. Daran störte sich offenbar niemand. Wie selbstverständlich wurde angenommen, dass nur weiße Polizisten auf Schwarze schießen.
Um solchen und ähnlichen Verzerrungen aus dem Wege zu gehen, wurde eine neue, verbesserte Datenbank aufgebaut. Mit ihr kommen die Forscher zu einem einerseits klaren Ergebnis: "Wir fanden keinen Hinweis auf Anti-Schwarze oder Anti-Hispanic Unterschiede über die untersuchten Fälle." Und weiter: "Weiße Offiziere schießen nicht häufiger auf Zivilisten von Minderheiten als nicht-weiße Polizisten."
Was die Forscher aber fanden: Es gibt spezielle, rasse-spezifische Kriminalität.
Wie die FAZ berichtet, löste die Studie wütende und erbitterte Reaktionen aus. Prompt wird den Autoren der Studie vorgeworfen, sie wollten die Verfechter weißer Vorherrschaft zu unterstützen.
So ist das eben, wenn sich Vorturteile bei jenen zeigen, die sich für vorurteilsfrei halten. Zur Wissenschaft stehen sie nur, solange sie sagt, was sie wünschen. Andernfalls gilt: Und bist Du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.


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