Robert-Koch-Institut gibt endlich bessere Zahlen heraus:

Geimpfte sind lediglich doppelt so gut geschützt wie Ungeimpfte

Das Robert-Koch-Institut liefert nach 2 Jahren Pandemie etwas genauere Zahlen und ist unfähig sie zu deuten. Oder will es nicht?

Stolz, endlich mal etwas genauere Zahlen über die Belegung der Intensivstationen liefert zu können, betont das Robert-Koch-Institut, RKI, auch gleich das Impf-Narrativ der Regierung: Die Ungeimpften sind schlimm dran. Auf den Intensivstationen belegen sie 62 Prozent der Betten mit Corona-Patienten. Bei 9,6 Prozent der Patienten handelt es sich um Genesene und andere Personen mit angeblich unvollständigem Impfschutz. 28,4 Prozent sind vollständig geimpft.

Dass das RKI nach zwei Jahren Pandemie endlich in der Lage ist, die Intensivbettenbelegung nach dem Impfstatus der Patienten aufzuschlüsseln, darf man wohl kaum als Erfolg bezeichnen. Eher handelt es sich um den abschließenden Beleg peinlicher Unfähigkeit. Denn auch jetzt wird noch immer nicht geklärt, ob es sich bei den Eingelieferten um Patienten handelt, die wegen Corona eingeliefert wurden oder einfach nur mit Corona.

Weiter ist das RKI nicht in der Lage, die nun endlich gelieferten Zahl zu interpretieren. Denn anders als der Eindruck vermittelt, verraten die Zahlen ziemlich genau etwas über den Schutz, den die Geimpften durch die Impfung genießen. Der ist für vollständig Geimpfte gerade einmal doppelt so hoch wie für Ungeimpfte.

Warum? – Da Ungeimpfte etwa 30 Prozent der Bevölkerung ausmachen, müssten sie, falls eine Impfung nichts am Schutz vor Corona ändert, 30 Prozent der Patienten auf den Impfstationen stellen. Tatsächlich stellen sie 62 Prozent, also etwa doppelt so viele, wie ihr Anteil von 30 Prozent an der Gesamtheit. Damit aber ist der Schutz durch die vollständige Impfung etwa doppelt so hoch wie der Schutz ohne Impfung. Anders gesagt: Die vollständige Impfung halbiert die Chance mit Corona auf einer Intensivstation eingeliefert zu werden.

Wer diese Halbierung für viel hält, sollte überlegen, wie er den Nutzen eines Verhütungsmittels einschätzen würde, dass die Chance für eine Schwangerschaft gerade einmal halbiert. Üblicherweise erwartet man von einem Verhütungsmittel, dass es die Chance einer Schwangerschaft auf fünf, ein oder 0,1 Prozent reduziert. Das tut diese Impfung auch nach dem dritten Pieks definitiv nicht, wie die aktuellen Daten des RKI belegen.

Dass das RKI diesen Punkt nicht betont, ja nicht einmal benennt, und auch die Staatsmedien natürlich nicht in der Lage sind, diese einfachen statistischen Schlüsse zu ziehen, offenbart einmal mehr die tiefgreifende Unfähigkeit und Inkompetenz von RKI und Journaille. Am Ende werden sie frech genug sein und betonen, dass die Geimpften besser geschützt sind – eine zwar richtige, aber ohne Quantifizierung lächerliche Behauptung. Denn nur darum geht es: Um die Frage, wie groß dieser Schutz tatsächlich ist. Und es zeigt sich: Der Schutz ist an der Grenze zur Lächerlichkeit größer. Über das Risiko der Impfung ist dabei noch kein Wort verloren.

Sven von Storch

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