Die Siegerinnen der Frauenfußball-WM fordern, vertreten durch ihren Mega-Star Megan Rapinoe, Gleichberechtigung im Fußball. Sie sollen ebensoviel Geld bekommen wie ihre männlichen Kollegen.
Damit hält die Quotendiskussion Einzug in den Fußball. Nein, es wurden keine Mann*Frauschaften mit 5,5 Spielerinnen gefordert - die agile Dame aus den USA fordert das gleiche Geld für ihre weiblichen Kolleginnen. Gleiches Geld für gleiche Leistung.
Mit Leistung meint sie Spielzeit und Engagement. Auch beim Frauenfußball wird 90 Minuten hinter dem Ball hergelaufen. Es gibt Verlängerungen und Elfmeterschießen. Videobeweise. Alles ist gleich.
Nicht ganz so gleich sind die Einnahmen durch die Spiele. 22.000 Zuschauer gingen bei der diesjährigen Frauen-WM im Schnitt in die Stadien. Zum Vergleich: Bei den Herren waren es 2018 in Russland 47.000. Das klingt nach doppelt so viel. Allerdings sind auch die Eintrittspreise verschieden. In Russland lagen sie laut FIFA zwischen 100 und 1100 €; in Frankreich zwischen mit 9 und 90 € deutlich darunter. In Zahlen ist das ein Faktor 20.
Gleiche Bezahlung für gleiche Leistung - das ist die richtige Formel. 30 Millionen Euro Preisgelder hat die FIFA an die Frauen laut NZZ ausgeschüttet. Beim Faktor 20 steht den Männern 600 Millionen zu - tatsächlich sind es 400 Millionen Euro gewesen.
Was der Zuschauer in den letzten Wochen beobachten konnte, das war die Politisierung eines Nischensports. Frauenfeindlich? - Nein, das ist die Realität. Spitzenfrauschaften locken in Frankreich durchschnittlich weniger als 1000 Zuschauer an; in England ist die durchschnittliche Zahl der Zuschauer nach oben geklettert - auf 2000 pro Spiel. In den kleinen Ligen reicht es kaum für eine Handvoll Zuschauer pro Spiel.
Das hat einen einfachen Grund: Die Damen mögen sich noch so strecken. Sie haben vielleicht die »unglaublichste Show gezeigt«, wie Rapinoe laut Spiegel betonte. Aber in die Medien kommen sie nur, weil die Medien sie dort haben wollen. Die Trump-Hasserin Rapinoe wird erst als politisches Produkt für die Medien wichtig. Der Kommentator der NZZ bringt es auf den Punkt: »Die Fussball-WM der Frauen ist kein geopolitisches Ereignis. Aber ein gesellschaftspolitisches.«
Auf dem Platz sind Männer einfach besser. »Und die Wahrheit«, das wusste schon Otto Rehagel: »Die Wahrheit liegt auf dem Platz.«


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