Die Weltbevölkerung wird, glaubt man der neuesten Weltbevölkerungsprojektion der UNO, von rund 7,6 Milliarden Menschen heute auf 9,8 Milliarden im Jahr 2050 und 11,2 Milliarden im Jahr 2100 steigen. In Afrika fällt der prognostizierte Anstieg besonders dramatisch aus. Dort könnten 2100 4,3 Milliarden Menschen leben.
Die Weltbevölkerungsprojektion der UNO wird auf der Basis einer mittleren Fertilitätsrate berechnet. Sie liegt zur Zeit bei 2,5 Kinder pro Frau und sinkt nach Schätzungen der UNO bis zm Jahr 2100 auf 2. Afrika liegt südlich der Sahelzone mit heute 4,6 deutlich über diesem Wert. Auch hier nimmt die UNO ein Sinken der Fertilitätsrate an.
Die Annahme einer sinkenden Fertilitätsrate ist eine Fortschreibung der Entwicklung der letzten Jahrzehnte, wie aus dem Bericht hervorgeht. Wird für die Fertilitätsrate der Zukunft nicht der mittlere Wert, sondern ein halbes Kind höher angenommen, erreicht die Bevölkerung schon 2050 den für 2100 prognostizierten Wert von 11 Millliarden Menschen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei immerhin 27%. Entsprechend ergibt eine kleinere Rate für 2050 einen Wert von etwa 8 Milliarden.
Noch dramatischer sind die Prognosen, wenn die momentane Fertilitätsrate angesetzt wird. Die Bevölkerung stiege dann, wie aus einer Graphik des Berichts deutlich wird, auf etwas über 11 Milliarden Menschen im Jahr 2050, läge 2100 aber bereits bei über 26 Milliarden. Es braucht nicht viel Phantasie, um sich die Auswirkungen eines solchen Wachstums auf Klima und Politik auszumalen. Der Ausstoß von Schadstoffen wird außerhalb Europas noch größer, der Strom von Migranten aus Afrika immer reißender werden.
Publik machen die meisten Medien - so etwa die FAZ - nur Prognosen die auf dem Mittelwert der UNO basieren. Die weitaus höheren Werte werden verschwiegen. Bemerkenswert ist das insofern, als die UNO bei allen ihren Klimaprognosen mit Wort-Case-Szenarien an die Öffentlichkeit tritt. Das Klima wird dramatisiert und zum Politikum Nummero Eins während das ungleich dramatischere Wachstum der Weltbevölkerung mit Hilfe statistischer Tricks im Hintergrund bleibt. Alle reden vom Klima - aber kein Rezo und keine Greta vom wahren Problem.


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