Es hätte auch mit dem Teufel zugehen müssen, wäre es Zufall gewesen, dass sich wohl in kaum einer anderen Partei, so viele ehemalige Maoisten rumtreiben, wie bei den Grünen. Kretschmann und Trittin sind nur die bekanntesten. Als aus den feuchten Träumen vom Griff zur Macht durch die K-Gruppen nichts wurde, wechselten sie zu den neu gegründeten Grünen. Doch man muss sagen: Sie sind Maoisten geblieben.
Die Meldeplattform des deutsch-türkischen Finanzministers Danyal Bayaz beweist es. Offen werden die Bürger aufgefordert, sich anonym an die Behörden zu wenden, um Steuersünder zu denunzieren. Eine Maßnahme, die Mao sicher goutiert haben würde. Es galt, die kleinbürgerlichen Elemente zu zertreten – oder welche Formulierung auch immer der Rote Diktator benutzt hat, bevor er die nächste Mordwelle lostrat.
Absurd ? – Keineswegs. »‚Heuschrecken‘ zwischen Rendite, Reportage und Regulierung. Die Bedeutung von Private Equity in Ökonomie und Öffentlichkeit.« heißt eine Dissertation der Universität Hohenheim aus dem Jahr 2013. Eingereicht wurde sie von eben jenem Danyal Bayaz, der unter Winfried Kretschmann dient, einem Politiker mit einer lupenreinen maoistischen Vergangenheit. Heuschrecken – diese Bezeichnung hätte Mao sicher gleichfalls gefallen.
Wer in Begriffen wie Heuschrecken und anonymen Meldeplattformen denkt, der hat den Maoismus im Blut. Da mag Ministerpräsident Kretschmann auf seine Jugendsünden verweisen – es überzeugt nicht. Denn anders als der Hitlerjunge, der 1945 zum Einsatz an der Flak kommandiert worden ist und sich fügen musste, kam Kretschmanns Begeisterung für die rot-chinesische Diktatur aus tiefstem Herzen und freien Wünschen. Er war überzeugter Anhänger eines roten Verbrechers. Und wäre es Mitte der Siebziger Jahre nach ihm gegangen, lebten wir heute in einem ganz anderen Deutschland.
In unserer heutigen Zeit bietet sich ihm eine weitere Chance, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Die Kulturrevolution haben wir schon in Form der Cancel-Kultur. Jetzt sind die wirtschaftlichen Schädlinge dran. Ihnen rücken Kretschmann, Bayaz und Baerbock mit der Meldeplattform auf die Pelle. Natürlich nur denen, die »heftig« betrügen. Die Kleinen lässt man also angeblich laufen.
Doch wenn die Geschichte kommunistischer Regime etwas lehrt, dann, dass nach den ersten die nächsten dran sind. Oder wie es Hannah Arendt treffend formuliert hat, als sie das »Bewegungsgesetz« der Stalinisten beschrieb: »es läuft in jedem Fall auf ein Gesetz der Ausscheidung von »Schädlichem« oder Überflüssigem zugunsten des reibungslosen Ablaufs einer Bewegung hinaus.« Und weiter: »Macht man damit ernst, daß im Kampf der Klassen es immer ›absterbende‹ Klassen geben muß, so folgt daraus, daß man immer neue Gruppen der Gesellschaft ausrotten muß.« Heute sind es die »heftigen« Steuerbetrüger, morgen die nächsten Kulaken, übermorgen die Zionisten.
Die Grünen sind in ihrem Wesen totalitär. Noch können sie diese Neigung zum Totalitarismus nicht ganz offen zeigen. Aber sie sind dabei, je näher sie ans Machtzentrum rücken, die Masken fallen zu lassen. Die Meldeplattform ist nur ein Teil dieser Entwicklung.


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