Bisher durfte der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson im Rahmen der Notfallzulassung unbeschränkt eingesetzt werden. Damit ist es zumindest in den USA jetzt vorbei. Die amerikanische Arzneimittelebehörde FDA hat die Zulassung beschränkt.
Der Grund: Das Risiko einer Bildung möglicherweise lebensbedrohlicher Blutgerinnsel, Thrombose mit Thrombozytose-Syndrom, TTS, innerhalb von zwei Wochen nach der Impfung ist nach Ansicht der FDA zu groß. »Wir haben den COVID-19-Impfstoff von Johnson und Johnson und das Auftreten von TTS nach seiner Verabreichung genau beobachtet«, heißt es in einer Erklärung des Direktor des FDA ›Center for Biologics Evaluation and Research‹, Dr. Peter Marks, »und haben aktualisierte Informationen aus unseren Überwachungssystemen verwendet, um die Notfallzulassung zu überarbeiten«.
Die Verabreichung des Impfstoffs auf Erwachsene, die entweder keinen Zugang zu anderen Impfstoff haben oder sich andernfalls nicht impfen lassen würden, wird daher umgehend beschränkt.
Der Impfstoff von Johnson und Johnson ist ein Einmal-Impfstoff. Es werden keine zwei Dosen benötigt, um eine gewissen Wirkung zu erreichen, sondern nur eine. Der Impfstoff hatte im Februar 2021 eine erste Notfallzulassung erhalten. Bereits nach zwei Monaten empfahl die FDA und das ›U.S. Centers for Disease Control and Prevention‹ eine Pause beim Einsatz des Impfstoffs von Johnson & Johnson. Zuvor waren sechs Fälle von TTS gemeldet worden.
»Die FDA hat festgestellt«, heißt es in der Erklärung weiter, »dass die Melderate von TTS 3,23 pro Million verabreichter Impfstoffdosen und die Melderate von TTS-Todesfällen 0,48 pro Million verabreichter Impfstoffdosen beträgt«. Mit diesem Wert liegt die Todesrate etwa 45 mal höher als bei einer Grippeimpfung, wenn man die Werte des Paul-Ehrlich-Instituts für die Grippeimpfungen in den Jahren 2010 bis 2020 zu Grund legte.


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