Seit September steigt die Zahl der Migranten, die von Libyen nach Europa überzusetzen versuchen, wieder deutlich an. Die veränderte Politik der italienischen Regierung zeigt also Wirkung und es bestätigt sich, was jeder weiß: Sogenannte Seenotretter und eine Politik der offenen Häfen ziehen Flüchtlinge an.
Doch als sei das nicht genug, wird nun von der Flüchtlingsindustrie noch eine andere Zahl in die Arena geworfen: Die Zahl der Toten in der Sahara. Filiz Polat, migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, fordert, »dass wir endlich auch eine Diskussion über die extremen Gefahren führen, die für Geflüchtete auf dem Landweg durch die Subsahara bestehen«, sagte sie der Welt. Flüchtlinge wären dort »von Menschenhandel, Zwangsprostitution und anderen tödlichen Gefahren bedroht.«
Diese Hinweise werden durch Zahlen des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) unterfüttert. Ein Sondergesandter erklärte: »Wir gehen davon aus, dass vermutlich mindestens doppelt so viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer sterben wie im Mittelmeer selbst. Die Zahl könnte aber auch viel höher sein. Niemand kann es mit Sicherheit sagen, aber es ist eine Tragödie.« – Nur gut, dass mit Sicherheit niemand den Unsinn, den das UNHCR verbreitet, hinterfragt, dass zwar niemand etwas sagen kann, aber es sicher eine Tragödie ist.
Aber das ist ja das schöne an Dunkelziffern: Man kann mit ihnen völlig gefahrlos alles mögliche fordern, sofern man die Ziffern aus dem Dunklen nur emotional aufgeladen verpackt. Und darin sind Flüchtlingsindustrie und Politiker von Grünen und Linken bekanntlich wahre Meister. Ohne die Dunkelziffern auch nur eine Sekunde in Frage zu stellen, wechseln sie zu den Forderungen für ihr Klientel. Denn Schuld an den vielen Toten ist die Wirtschafts- und Migrationspolitik der europäischen Staaten. Die Flüchtlinge bzw. Migranten sollten am besten bereits südlich der Sahara abgeholt werden. Notwendig sind, so die Sprecherin der Grünen, »humanitären Aufnahme- und Resettlement-Programme«. – Die Dame weiß, warum sie das Wort »Umsiedlung« nicht in den Mund nimmt.
Und noch bevor die Regierungen reagieren können, schreiten die Vertreter der Flüchtlingsindustrie zur Tat. Sie haben eine Initiative »Alarmphone Sahara« eingerichtet. Sie baut entlang der Migrationsrouten eine Kette ehrenamtlicher Helfer auf, die über die Gefahren der Wüste aufklären - als wüsten die aus Afrika kommenden Neger nicht, wie gefährlich die Sahara ist. Wichtiger ist eine andere Einrichtung dieser Initiative: Sie betreiben ein Notfalltelefon. »Rufen Menschen in Not an, weil sie das Glück haben, Handyempfang zu haben, können Behörden oder sich in der Nähe befindliche Kontaktpersonen verständigt werden, um zu versuchen, in diesen Einzelfällen Menschenleben zu retten«, erklärt ein Sprecher. »Einer der Ehrenamtlichen hat ein Motorrad, mit dem er zu hilflosen Menschen fahren kann, um ihnen zum Beispiel Wasser zu bringen.« Dieser Notdienst lässt sich bestimmt zu einem Handy-Abholdienst in der Sahara ausbauen.
Die Evangelische Kirche Deutschland unterstützt »Alarmphone Sahara«. Und – sollte ergänzt werden – die Bundesregierung holt die Retter sich aus der Bredouille, sollten sie sich verfahren haben oder in die Hände böser Männer geraten.
Einmal mehr wird deutlich, was die Flüchtlingsindustrie und ihre willigen Helfer wirklich wollen: Umsiedlung möglichst aller Neger, die aus Afrika nach Europa auswandern wollen. Dabei berufen sie sich auf Dunkelziffern, die niemand überprüfen kann und auch niemand überprüfen soll. Eine billige Masche, die aber nach wie vor bei vielen verfängt.


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