Der Windkraft geht die Luft aus:

Windbürgergeld - Die SPD will windunwillige Bürger kaufen

Weil der Ausbau der Windkraft stockt, plant die SPD eine Prämie. Sie soll die Akzeptanz von Windrädern bei den Bürgern erhöhen. - Eine Glosse

Freie Welt

Immer, wenn die Sozialdemokraten sich an Worten versuchen, gehts in die Hose.

Um den weiteren Ausbau der Windkraft zu fördern, haben sie sich ein Geld für den Bürger und den Wind ausgedacht: Ein Windbürgergeld. Es soll helfen, »dass diejenigen, die Windräder in ihrer Nachbarschaft akzeptieren und damit den Ausbau der erneuerbaren Energie ermöglichen, belohnt werden« – so ein SPD-Vertreter gegenüber der »Neuen Osnabrücker Zeitung«.

Windbürgergeld – kein Gegner der Windkraft hätte ein verschlageneres Wort wählen können. Denn welcher Bürger, der bereit ist, Eigentum und Gesundheit für schnöden Mammon zu opfern, will sich anschließend auch noch »Windbürger« nennen lassen, selbst wenn er diese Bezeichnung ersichtlich verdient hat.

Windbürgergeld – die missglückte Wortschöpfung passt zur Windenergie. Allerdings passt sie auch zu den Sozialdemokraten. Nur den akademisierenden Proleten der SPD ist entgangen, was das Wort wirklich meint.

Windbürger – da klingt der Schildbürger an. Und seine Schildbürgerstreiche: Fotovoltaik in fensterlosen Rathäusern installieren, Wind mit Windkraft erzeugen, deutschen durch französischen Atomstrom ersetzen.

Aber diese Streiche erzählt sich mittlerweile jeder im Land. Jetzt werden Wortkonstruktionen gebraucht. Wortkonstruktionen zur Tarnung. Wörter wie Windbürgergeld.

Windbürgergeld – Der große Arthur Schopenhauer hatte einen Riecher für solche Worte. Und immer wenn er Scheintiefsinn durch Wortungetüme anprangern wollte, sprach er von Windbeuteleien. Und genau das ist das Windbürgergeld der SPD, eine Windbeutelei. Es versucht Bedeutung mit Schall und Rauch zu schaffen, weil Sinn und Gehalt nicht mehr stimmen; es will die Finanziers der Windkraft als »Windbürger« adeln, während die Windparks großflächig Landschaft vernichten.

Oder haben sie sich versprochen ? Sprachen die Sozialdemokraten vom Wind-Bürgergeld, mit der Betonung auf Bürger ? Planen sie womöglich, den Grünen mit einer Bürgerpartei für den Wind den Schneid abzukaufen ? Hoffen sie, die verlorenen Wähler unter dem Namen Windpartei Deutschlands im Sturm zurückzuerobern ? – Wir wissen es nicht. Aber besser als Schildbürger Partei Deutschlands würde es allemal klingen.

So oder so und und selbst wenn es ein Eigentor wird: Windbürgergeld hat das Zeug, Wort des Jahres zu werden. Und das schon so früh im Jahr.

 

 

Sven von Storch

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