Eigentlich ist es in demokratischen Gemeinwesen nicht üblich, nach Personen des öffentlichen Lebens zu Lebzeiten Straßen zu benennen, ihnen Denkmäler zu setzen oder Statuen aufzustellen. Es ist eine Erscheinung faschistischer Diktaturen: Mussolini, der siegreich hoch zu Ross in Kairo einziehen will, der Massenmörder Stalin, der triumphierend Prag überragt und eben jener Mao, der mit einer Art Hitlergruß Peking beherrscht.
Anhänger des Klimawandels machen es ähnlich; sie haben ihrem Symbol ewiger Naivität, Greta Thunberg, eine Statue gesetzt, berichtet die BBC. Oder etwas genauer: Die Universität Winchester hat der Umweltaktivistin das erste Denkmal der Welt aufgestellt.
Schlappe 24,000 Pfund Sterling kostete die lebensgroße Nachbildung des seit Abba, Volvo und Schwedenhöschen erfolgreichsten Exportschlagers Schwedens. Und das ärgert einige Studenten offenbar. Sie betitelten das Projekt als »vanity project« – ein Projekt der Eitelkeit. Für das Geld hätte es weitaus bessere Verwendung gegeben. Der Präsident des Studentenbundes der Hochschule beschrieb Thunberg zwar als ein »phantastisches Vorbild für alle, die laut und stolz über wichtige globale Dinge spreche«, wies aber darauf hin, dass der Bund eine solche Skulptur nicht unterstützen könne. In Corona-Zeiten sollten alle Mittel in die Unterstützung der Studenten fließen und nicht in solche Projekte.
Die Universitätsleitung verteidigt sich, indem sie darauf verwies, keinen Cent für Statue und Aufstellung bezahlt zu haben, der eigentlich für Studenten gedacht war. Die Statue war bereits 2019 in Auftrag gegeben worden. Außerdem, so die Universitätsleitung, sei sie »ein Symbol für das Engagement im Kampf gegen den Klima- und Umweltnotstand« Der Vizepräsident pries Greta Thunberg als »junge Frau, die trotz Schwierigkeiten in ihrem Leben eine weltweit führende Umweltaktivistin geworden ist. Als Universität für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit sind wir stolz darauf, diese inspirierende Frau auf diese Weise zu ehren«.
Worte, wie sie über die großen sozialistischen Führer nicht anders gesagt worden sind – bevor sie später stürzten. So hat wohl jede Zeit ihre Idole und spätere Zeiten schütteln verständnislos darüber die Köpfe.


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