Vorurteile dienen bekanntlich dazu, das Leben leichter zu machen. Man vereinfacht, man abstrahiert. Und in vielen Fällen werden Vorurteile bestätigt.
So auch in diesem Fall. Das Allensbach-Institut führte eine repräsentative Umfrage durch, in der das Wahlverhalten und die Schulfächer, in denen ein Wähler früher gut war, in einen Zusammenhang gebracht worden sind – falls denn einer besteht.
Und wie er besteht!
Auf die Frage »In welchen Fächern sind/waren Sie in der Schule gut, was sind waren/Ihre besten Fächer?« antworteten laut Welt Grünen-Wähler sie wären besonders gut in Englisch gewesen. Und in Sozialkunde.
Dass die Wähler von Liberalen und AfD in Mathe besser waren als der Durchschnitt, dürften ebenfalls viele erwartet haben.
Ebenso wie, dass Grüne schlecht waren in Mathematik. Noch schlechter waren nur die Wähler der Linken. Sie scheinen in die Kategorie von Leuten zu gehören, bei denen man Rechenfähigkeiten schon gar nicht mehr erwartet und froh ist, wenn sie Zahlen lesen können. Dabei sollten sie die Prozentrechnung mit Fünf besser können.
Auf den ersten Blick überraschend: Die Wähler der Grünen waren sehr schlecht in Geschichte. Wo sie sich doch sonst soviel einbilden auf ihre geschichtliche Bildung und andere ständig belehren.
Dass die AfD-Wähler ausgerechnet in Deutsch nicht sonderlich gut waren, überrascht weniger, als dass ausgerechnet die SPD-Wähler besonders gut gewesen sein sollen in Deutsch. Gedichte sind nicht jedermanns Sache.
Aber vielleicht sind Kevin Kühnert, Saskia Esken, Karl Lauterbach und Norbert Walter-Borjans ja schlicht nicht repräsentativ und unter der öden Kruste von Plagiatoren und Volkshochschulabsolventen steckt ein harter Kern von in ihre Muttersprache vernarrter Genossen.


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