Irgendwann im vergangenen Jahr lud Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Schloss Bellevue, um hundert Jahre Frauenwahlrecht zu feiern. Und als er zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender die Gästeliste zusammenstellte, setzte das Präsidentenehepaar auch Frau Hengameh Yaghoobifarah mit auf die Liste.
Autorin Hengameh Yaghoobifarah hat in den vergangenen Tagen eine gewisse Berühmtheit erlangt. In der links-faschistischen taz hatte sie Polizisten als »Müll« bezeichnet, der dorthin gehöre, wo man Müll nun einmal deponiert – oder schrieb sie deportiert ? – nämlich auf die Mülldeponie.
Als Steinmeier die Autorin damals einlud, hatte sie die deutsche Kultur bereits »Dreckskultur« tituliert; sehr wahrscheinlich war sie für das Staatsoberhaupt, das sich in Sachen politischer Moral immer äußerst akkurat gibt, schon damals keine ganz Unbekannte. Auf Anfrage von Tichys Einblick bestätigt eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes die Einladung.
Wir wissen nicht, ob die seit neuestem als Satirikerin geführt Autorin der taz bei der Feier dann auch tatsächlich anwesend war. Aber was den Sozialdemokrat Steinmeier, der auch gerne zu Konzerten einlädt, auf denen links-faschistische Combos auftreten, bewog, Autorin Hengameh Yaghoobifarah auf die Gästeliste zu setzen, lässt sich leicht denken: Die Sänger der Combo Feine Sahne Fischfilet brauchen schließlich passende Texte. Und was könnte entsprechender sein, als der Text einer Autorin der taz ?
Am Ende hält Frank-Walter Steinmeier diese Zusammenführung für seinen Beitrag zur linken deutschen Kultur anno 2020. Nur gehören deren Produkte nun wirklich - ohne jede Satire - auf den Müllplatz der Geschichte.


Add new comment