Krisenzeiten sind zu Beginn in aller Regel schlecht für die Opposition. So auch für die Grünen. Die Partei, die schon als Regierungspartner für einen Nach-Merkel-Kanzler gehandelt wurde, stürzt immer weiter ab.
In einer Umfrage von INSA ist die Unterstützung für Habeck und Baerbock auf 16 Prozent gesunken; das sind noch einmal 2 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Umfrage von INSA am 6. April und 7 Prozentpunkte weniger als Anfang März. Offenbar kommt die Öko-Partei bei den Wählern nicht an, wenn es Ernst wird. Wer, wie der mögliche Kanzlerkandidat Robert Habeck, zur besten Sendezeit im Staatsfunk von einer Verdopplung der Inkubationszeit redet, erweckt bei den Bürgern wenig Vertrauen und darf sich nicht wundern, wenn seine Umfragewerte am Ende exponentiell sinken.
Krisenzeiten sind allerdings auch nicht unbedingt gut für die Regierenden. Für die SPD, in den letzten Monaten von immer tieferen Umfragewerten gebeutelt, geht es nur wenig bergauf. Die aktuell 16 Prozent hatte sie auch schon Anfang März bei INSA. Allerdings sind das 1,5 Prozentpunkte mehr als zu Beginn des Lockdowns.
Für die andere Regierungspartei geht es zum erstenmal etwas runter. Von 38 Prozent auf 37,5 Prozent sinkt der Wert der Union. Vielleicht kündigt sich hier ein erster Unmut an über die Politik der Regierung. Das würde zur Entwicklung der anderen Oppositionsparteien passen. AfD und Linke gewinnen jeweils ein halbes, die Liberalen 1,5 Prozentpunkte hinzu.


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