In einer Rede zur Lage der EU hat die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Umgang mit der sogenannten LGBT-Bewegung in einigen Ländern der EU scharf kritisiert. Wörtlich sagte sie (im Video ab 1:18): "LGBT free zones are humanity free zones" - "LGBT freie Zonen sind humnaitätsfreie Zonen". Auch wenn sie es nicht explizit sagte - aber gemeint war Polen.
LGBT steht laut Wiki für das englische Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender und wird als Bewegung bezeichnet - und Frau von der Leyen hält diese Bewegung offenbar für besonders wichtig. Ja, sie hält sie für so wichtig, dass sie allen, die diese Bewegung mit Skepsis betrachten, ihre Menschlichkeit abspricht. Denn nichts anderes bedeutet die Formulierung der Kommissionspräsidentin: "humanity free zone" - Humanitätsfreie Zone.
Wenn nun aber ein deutsche Politikerin den Bürgern des östlichen Nachbarn Deutschlands die Menschlichkeit abspricht, dann begibt sie sich auf dünnes, ja auf sehr dünnes Eis. Denn mit dieser Haltung rückt sie sich in die Nähe einer üblen Tradition, die in der EU mittlerweile en vogue ist: Hetze gegen Polen.
Man könnte natürlich versuchen, von der Leyens peinliche Wendung als Ergebnis ihrer Ausdrucksweise zu deuten. Ihr Pathos, mit dem sie sich geradezu körperlich abmüht, wörtlich übersetzte rot-grüne Phrasen auch im Englischen ergreifend klingen zu lassen, ließ sie vergessen, was sie eigentlich gerade sagte. Aber weil der Text wie die Google-Übersetzung der deutschen Vorlage klingt, sagen ihre Worte eben das, was sie sagen will: Es gibt humanitätsfreie Zonen in Polen.
Nein, hier wird von Frau von der Leyen eine böse Tradition fortgesetzt. Wer das einmal versteht, versteht auch, woher der stetige Drang kommt, mitteleuropäische Länder wie Polen, Tschechien und Ungarn, der Slowakei, Slowenien und Serbien, der Ukraine und den baltischen Staaten die deutsche Flüchtlingspolitik aufzuzwingen.
Offenbar gibt es Traditionen, die wollen und wollen nicht vergehen. Auch bei jenen nicht, die meinen, sie wäre von diesen Traditionen geheilt. Mit ein wenig christlicher Demut würde Frau von der Leyen das merken. Demut, die es in Polen dank intakter Traditionen noch gibt.


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