Während deutsche Politiker und Medien wetteifern, wer die meisten Migranten von Lesbos nach Deutschland holt, verhaftete die griechische Polizei die vermutlichen Brandstifter von Moria. Sie meldete fünf Festnahmen. Nach einer weiteren Person wird gefahndet.
Auf Lesbos war im Lager Moria ein Feuer ausgebrochen und hatte große Teile des Lagers zerstört. Daraufhin hatten deutsche Politiker und Medien einen Sturm der Gefühlsausbrüche ausgelöst. Mittlerweile gilt es als sicher, dass mindestens 1,500 Personen aus Moria in Deutschland aufgenommen werden.
Griechische Behörden gehen davon aus, dass das Feuer absichtlich von Migranten gelegt wordenm ist, nachdem Quarantäne-Regeln eingeführt worden waren. Mehrere Flüchtlinge waren zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.
Weiter kümmern sich griechische Politiker und Behörden um neue Unterkünfte für die Migranten auf Lesbos. Bis zur Fertigstellung müssen die Migranten übergangsweise notdürftig versorgt werden. Viele der überwiegend moslemischen Migranten weigern sich, die neu errichteten Behelfsunterkünfte zu beziehen. In ein neues vorläufiges Lager in der Region Kara Tepe, das mit 5000 Betten ausgestattet ist und erweitert wird, sind bisher nur 1000 Migranten umgezogen.
Die Migranten fordern, die Insel verlassen zu dürfen. "Wir haben sie informiert, dass sie in die Einrichtung gehen müssen, aber sie lehnen das ab", sagte ein Polizeivertreter laut Welt. Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi ist dagegen entschlossen, die Migranten umzusiedeln. Notfalls mit Zwang. "Wenn das nicht durch Diskussion möglich ist, wird die Polizei eingesetzt werden müssen. Es ist ihre Verpflichtung, in das neue Lager zu ziehen“, sagte er im griechischen Fernsehsender Mega TV. Laut Genfer Flüchtlingskonvention sind Flüchtlinge verpflichtet, sich den Gesetzen des Aufnahmelandes unterzuordnen.


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