Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach lässt sich weder durch die Ständige Impfkommission, Stiko, noch durch die Daten des Paul-Ehrlich-Instituts, PEI, beeindrucken und fordert stur weiter die möglichst baldige Impfung von Jugendlichen und Kindern. Als Grund nennt er die Delta-Variante des Corona-Virus.
Geradezu ignorant gegenüber den Fakten ist die Behauptung des SPD-Politikers, die Stiko, eine Gruppe von Fachleuten am Robert-Koch-Institut, vertrete eine »Außenseiterposition«. Ja, Lauterbach geht so weit zu behaupten, die Stiko habe sich »ein bisschen zu früh festgelegt und verrannt«. Eine steile These für einen Politiker, der in den vergangenen 16 Monaten mit so ziemlich jeder Voraussage falsch lag. Erinnert sei nur an seinen, nach Lauterbachs eigenen Worten, in einer Nachtsitzung entworfenen Wellenbrecher-Lockdown.
Tatsächlich wird die Impfung von Jugendlichen und Kindern von den meisten Virologen aus zwei Gründen kritisch gesehen. Zum einen sind die Langzeitwirkungen der Impfstoffe unbekannt. Zur Erinnerung: In allen Fällen handelt es sich um Notfallzulassungen der Impfstoffe. Zum anderen verläuft eine Infektion mit Corona bei Kindern und Jugendliche fast ausnahmslos harmlos.
Das kümmert Lauterbach, der sich immer mal wieder als Epidemiologe bezeichnet, aber nicht. Wesentliche Studien hätten ergeben, behauptet der Gesundheitspolitiker, ohne die Studien zu nennen, dass eine Durchseuchung mit der Delta-Variante viel gefährlicher sei als die Impfung von Kindern.
Dass Lauterbach entweder keine Ahnung hat oder schlicht lügt, lässt sich für jeden leicht feststellen. Laut Statista ist in 16 Monaten Epidemie nicht ein einziges Kindes im Alter bis 14 Jahre an Corona gestorben. An den Folgen der Impfung werden aber, wenn man die bisherige Zahl der Todesfälle der Impfung, die das Paul-Ehrlich-Institut regelmäßig veröffentlicht, hochrechnet, etwa 200 bis 300 Kinder sterben.
Vielleicht meint der Gesundheitspolitiker der SPD aber auch die Gesamtgefährdung aller Personen. In diesem Fall nimmt Lauterbach den Tod von 200 bis 300 Kindern billigend in Kauf, um das Leben von anderen zu retten. Das aber widerspricht nicht nur dem Grundgesetz, sondern ist auch schlicht unmenschlich. Nur kümmert das Lauterbach eben nicht! Und so hat er sich in Anlehnung an die Arbeit ›Medizin ohne Menschlichkeit‹ den Titel, ›Gesundheitspolitiker ohne Menschlichkeit‹ redlich verdient.


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