Im Mainstream ist deutlich die Sorge vor einem Déjà vu zu bemerken: Ein böses Erwachen wie im November 2016. Damals rechnete niemand mit einem Sieg von Donald Trump. Dieser Tage sitzt er seit vier Jahren im Amt.
Dass es den US-Demokraten wahrscheinlich wieder so geht, legen einige Trends und Wahlumfragen nahe. Doch sie alle sahen nur einen knappen Vorsprung für den Mann im Weißen Haus. Doch nun kommt eine Umfrage im Bundesstaat Iowa hinzu.
Iowa, tiefer Mittlerer Westen. Ein Bundesstaat, der gut dafür taugt, das Wissen vermeintlich gebildeter Europäer zu überprüfen. Noch Anfang September lagen Trump und Biden gleichauf. Und nun das:
Im Swing-State, also einem Staat, der für das Endergebnis der Wahl entscheidend ist, liefert eine Umfrage der Tageszeitung ›Des Moines Register‹ für Trump 48 Prozent und für Biden gerade einmal 41. Das ist ein Desaster für Biden und seine US-Demokraten, denn die Umfrage stammt aus der Feder der renommierten Meinungsforscherin Ann Selzer.
Schon 2016 hatte sie für Iowa einen ähnlichen Sieg vorhergesagt. Und auch damals hatte sie einen Stimmungsumschwung bemerkt, der den anderen Instituten entging. Auch bei den folgenden Wahlen lag sie immer in guter Nähe zum tatsächlichen Resultat an der Urne.
Bittere Ironie für die US-Demokraten: Ihr Kandidat war erst am Freitagabend vor Ort, Trump dagegen zuletzt Anfang Oktober. Da kann man sich denken, wie die Ergebnisse lauten, wenn Trump noch einmal auftritt – was er auch plant.
Trotz dieser deutlichen Zeichen fächert sich der Deutsche Mainstream weiterhin Mut zu: »Dass Trump im Weißen Haus bleiben darf, ist nicht ausgeschlossen« schreibt die Welt. Doch darüber entscheidet der amerikanische Wähler.


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