Die Gewinner der Umfrage sind bei beiden Instituten Ex-PDS, Grüne, AfD und - vielleicht überraschend - die FDP.
Allerdings fällt die Steigerung der Grünen von 5,2 Prozent auf 6 Prozent recht dürftig aus, wenn man den Kanzler träumenden Habeck anschaut.
Auch die AfD gewinnt nur leicht hinzu, obwohl der Schachzug zum Dritten Wahlgang ein Meisterstück politischer Taktik.
Dass der Anteil der Linken weiter ansteigt beweist, dass geschickt plazierte Tränen noch immer wirkungsvoll sind.
Den Stimmenzuwachs der Freidemokraten muss man nicht kommentieren. Wahrscheinlich dachten die Bürger, Kemmerich meine es ernst und wurde nicht nur von der AfD-Fraktion übertöpelt.
Die Verlierer der Umfrage heißen CDU und SPD. Merkels Kanzlerwahlverein liegt nach ohnehin schon desaströsen 21,7 Prozent jetzt bei 19 Prozent - ein Verlust von über 10 Prozent Wählern in drei Monaten. Wer will, kann ausrechnen, in wie vielen Monaten die einst stolze Partei von Helmut Kohl unter die 5-Prozent-Marke gerutscht ist.
Bei der SPD braucht man für diese Rechnung nicht mal mehr Papier und Bleistift: Die SPD liegt jetzt bei 6 Prozent. Nach 8,2 Prozent im Oktober und bei beiden Instituten. Das sind 25 Prozent weniger Wähler. Geht das so weiter, sind die Sozialdemokraten in drei Monaten bei 4,5 Prozent im Geburtsland ihrer Partei. Dann wird man sehen, ob Krokodilstränen ebenfalls Mitleid erwecken.


Add new comment