Vielleicht geht die Rechnung ja doch auf: Die Union verliert bei zwei Umfragen neuerlich deutlich an Boden. Von im Mai 2020 stolzen 40 Prozent rutschen die beiden Parteien auf jetzt zwischen 25 und sogar 23 Prozent. Das berichten die beiden Institute INSA und Forsa. Damit nähert sich die Partei von Kanzlerin Merkel den Grünen und den Sozialdemokraten.
Welche Rechnung geht auf? Dass die Grünen am Ende die neue Kanzlerin stellen. Das wird Frau Baerbock zwar allein nicht gelingen. Aber da Kanzlerin Merkel mehr als deutlich gemacht hat, dass sie eine grüne Kanzlerin bevorzugen würde, scheint die Wahl von Armin Laschet an Stelle von Friedrich Merz und dann Markus Söder genau richtig gewesen zu sein.
Der Spielverderber könnte die SPD sein. Mit ihrem Kandidaten Olaf Scholz sind sie mit einem Kandidaten im Rennen, den viele Bürger für qualifizierter einschätzen als seine beiden Kokurrenten. In Prozentpunkten macht sich das allerdings nicht bemerkbar. Die SPD verharrt bei um die 17 bis 19 Prozent, hat mit den Grünen zusammen sogar etwas verloren.
Stabilisert haben sich AfD und FDP. Die Liberalen liegen bei 12 Prozent, die Alternative dendiert zur 12 Prozent, denn Forsa ist bei den Vorhersagen für die AfD kein Institut, das man ernst nehmen kann. 2017 lag die Partei wenige Wochen vor der Wahl bei 7 Prozent - es wurden schließlich über 12.
Abgeschlagen dümpeln die Nachfolger von SED und KPD, die Linke, mit zwischen 6 und 7 Prozent am Abgrund entlang. Es könnte knapp werden, denn die Kommunisten werden von den Instituten gewöhnlich überschätzt.


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