Nach Beschuss durch russische Panzer?

Ukraine-Krieg_ Feuer im größten Atomkraftwerk Europas

Nach Berichten aus der Ukraine ist im größten europäischen Kernkraftwerk ein Feuer ausgebrochen.

Im Rahmen der Kampfhandlungen zwischen ukrainischen und russischen Tuppen ist im größten Kernkraftwerk Europas, dem AKW Saporischschja, Feuer ausgebrochen. Das Kraftwerk liegt in der Süd-Ukraine am linken Ufer des Kachowkaer Stausees und ist für die Stromversorgung der Ukraine von essentieller Bedeutung.

»Das größte Kernkraftwerk Europas brennt«, gab am frühen Freitagmorgen zunächst der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer über Telegram verbreiteten Videobotschaft bekannt. Zugleich sprach er vom gezielten Beschuss durch russische Panzer. »Da sind mit Wärmebildkameras ausgestattete Panzer. Das heißt, sie wissen, wohin sie schießen, sie haben sich darauf vorbereitet«, sagte der Staatschef. »Europa muss jetzt aufwachen«, erklärte Selenskyj.

Von russischer Seite wurde ein Angriff oder ein Beschuss durch russische Truppen dementiert. Russlands Botschafter bei der Internationalen-Atomenergiebehörde, IAEA, sagte, russische Kräfte hätten in der Nähe von Atomanlagen nie Gewalt angewendet. »Sie greifen nicht in den Betrieb der Nuklearanlagen ein«, sagte er.

Keiner der Berichte wurde von unabhängiger Seite bestätigt.

Das AKW war nach Meldungen der Russen an die IAEA am 2. März besetzt worden. Allerdings blieb der Betrieb des Kraftwerks anschließend in der Hand des ukrainischen Personals. Die militärische Einnahme der ukrainischen Atomanlage war vom Lenkungsgremium der IAEA gegen die Stimmen der Vertreter Russlands und Chinas verurteilt worden. Die Resolution sprach von einem deutlich erhöhten Risiko für einen Atomunfall.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.