Nicht nur Gas und Strom werden teurer - auch die Krankenkassenbeiträge steigen deutlich an. Nach weit über zwei Jahren Pandemie, Millionen von überflüssigen Impfdosen und Milliarden Masken, die entsorgt werden müssen, rollt eine Kostenlawine auf die Gesetzlichen Krankenkassen zu.
Auf 17 Milliarden Euro beläuft sich der Fehlbetrag in diesem Jahr. Danach wird das Finanzloch wahrscheinlich eine Größe von über 30 Milliarden Euro erreichen.
Damit das auch wirklich passiert, ergreift der Gesundheitsminister weitere Maßnahmen. Eine davon: Die Pflicht, sich impfen zu lassen, bleibt bestehen. Und das, obwohl mittlerweile drei Minister der Bundesländer fordern, die Maskenpflicht am Jahresende auslaufen zu lassen: Petra Köpping, SPD, Klaus Holetschek, CSU und Heike Werner von der Linken.
"Die einrichtungsbezogene Impfpflicht bringt uns mehr Schaden als Nutzen", sagte der bayerische Gesunheitsminister Holetschek. "Wir brauchen jede verfügbare Arbeitskraft in Medizin, Pflege und Eingliederungshilfe." Sachsens Gesundheitsministerin Köpping erläutert, dass eine Verlängerung der Impfpflicht über Ende 2022 nicht zu den weiterhin schwachen Verläufen von Infektionen mit Omikron passen und ergänzt: "Wir können auf niemanden verzichten."
Karl Lauterbach interessiert das alles nicht. Reformvorschläge werden von ihm ignoriert; bei einer Lockerung der Corona-Maßnahmen blockt er. Also steigt der Zusatzbeitrag für Krankenversicherte und ihre Arbeitgeber um 0,2 oder 0,3 Prozentpunkte. Was statt 1,3 Prozent dann 1,6 Prozent macht. 5 Milliarden Euro werden so aus den Taschen der Bürger gezogen und auf die Mühlen der Krankenkassen gespült.


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