Im Jahre 2015 aus Syrien nach Deutschland fliehen und 2021 in den Deutschen Bundestag einziehen – das ist doch mal eine Erfolgsgeschichte. Die Grünen machens möglich.
Tareq Alaows ist kein unbegleiteter minderjähriger Syrer, sondern 31 und Jurist. Er tritt laut Mitteilung der Grünen in Nordrhein-Westfalen für die Partei bei der Bundestagswahl an und möchte, wie er sagt, »den hunderttausenden Menschen, die auf der Flucht sind und hier mit uns leben eine politische Stimme geben«.
Vor 5 Jahren kam Tareq Alaows aus Syrien über den Balkan nach Deutschland. Hier machte er eine steile Karriere: Aus einer Turnhalle arbeite er sich zum Sozialarbeiter hoch. Bald wurde er politisch aktiv und hat die selbstorganisierte Gruppe »Refugee Strike Bochum« mitgegründet – wobei Strike von Google wahlweise als Streik oder als Anschlag übersetzt wird. 2018 hat er die ersten Seebrücken-Demos mitorganisiert, schreibt die Welt.
Politisch beherrscht Alaows die Propagandarhetorik der Grünen perfekt. Brav spricht er von »Geflüchteten und Migrant*innen«. Und der Syrer weiß auch, für wen er im Parlament sitzen wird: »Mit mir im Bundestag würde es nicht mehr nur heißen ›dem deutschen Volke‹, sondern: für alle Menschen in Deutschland!« erklärte er laut Tagesspiegel.
Jetzt kann man für den Flüchtling nur hoffen, dass ihm jemand ihm den Unterschied zwischen der Landesliste und einem Direktmandat richtig erklärt hat. Denn im Wahlkreis 117, Oberhausen-Wesel, kamen die Grünen bei den letzten Wahlen auf 5,6 Prozent der Erststimmen – was schlechter war als die 7,8 Prozent vier Jahre zuvor und deutlich schlechter als die 12,3 Prozent der AfD, aber besser als die 5,5 der Zweitstimmen für die Grünen. Für einen Sitz im Bundestag reicht es aber sicherlich nicht.


Add new comment