»Diskurskoalition« auf Twitter

Studie bestätigt_ Deutsche Journalisten twittern überwiegend rot-grün

Deutsche Journalisten schreiben für Rot-Grün. Jedenfalls auf Twitter. Das belegt eine Studie.

Nein, die Grünen brauchen, wenn sie einmal an der Regierung sind, kein Propagandaministerium; sie haben schon eines. Die überwiegende Zahl der Journalisten. Und das wundert auch nicht. Denn die meisten Linken und Grünen träumen davon, vom Schreiben zu leben, kreativ zu sein und die Welt zu verändern. Das aber geht von den Redaktionsstuben der Zeitungen, insbesondere aber der GEZ-Medien aus am bequemsten.

Das Ergebnis belegt nun eine Studie mit dem Titel: ›Towards New Standards? Interaction Patterns of German Political Journalists in the Twittersphere‹ – ›Auf dem Weg zu neuen Standards? Interaktionsmuster deutscher politischer Journalisten in der Twittersphäre‹ Ausgehend von einem Berufsbild des Jorunalisten, als einer Person, die möglichst objektiv und faktenreich berichtet, um dem Leser den Gang in die Hintergrundtiefe zu ersparen, wurde die Arbeitsweise deutscher Journalisten untersucht. Das Ergebnis:

Journalisten nutzen »Twitter-Interaktionen« auf Dauer »eher für die Äußerung einer subjektiven und kritischen Meinung und weniger für die Nachrichtenberichterstattung.« Dabei äußern sie sich »im Allgemeinen negativ über Parteien«. Einzige Ausnahme: Die Grünen. »In gewisser Weise deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die üblichen journalistischen Normen der Objektivität und Ausgewogenheit für Interaktionen in der Twittersphäre nicht gelten.«

Die drei Medienwissenschafter – Nina Schumacher, Peter Maurer und Christian Nuernbergk – haben die Twitter-Interaktionen von bundespolitischen Berichterstattern untersucht und mit den Aktivitäten von Bundestagsabgeordneten verglichen. genommen haben. Alle drei sind selber ebenfalls mit der Bundespolitik beschäftigen.

Im Einzelnen ergab sich bei der Untersuchung: Der Tonfall der Tweets ist eher emotional und sarkastisch; nur ein kleiner Teil der Tweets kann als Berichterstattung gelten; kooperativ und entgegenkommend zeigten sich die Journalisten ganz zuerst gegenüber linken und grünen Politikern. Konkret: Bei 66 Prozent der Linken-Politikern, bei 61 Prozent der Sozialdemokraten und noch bei 59 Prozent der Unions-Politiker war in der Kommunikation Kooperation angesagt, aber nur bei 25 Prozent der AfD-Politiker.

Zum Bild des links-grünen Journalisten, der eigentlich nur Propaganda betreibt, passt, dass bei einem Vergleich von Journalisten und Politiker die Aggressivität und Konfliktlust der Journalisten deutlich höher ist als die von Politikern. Die links-grüne Journaille reiht sich ein in die Front der Schreiberlinge, wie sie die Geschichte aus sozialistischen Systemen gut kennt. Von den Redakteuren des ›Völkischen Beobachter‹ wurde so wenig objektive Berichterstattung erwartet wie von denen des ›Neuen Deutschland‹ oder der ›taz‹.

Am dramatischsten sind die Unterschied beim Urteil über Politiker und Parteien. Die Urteile fallen fast durchgehend negativ aus – mit einer Ausnahme: Den Partei Die Grünen. Nur in relativ wenigen 37,5 Prozent der betrachteten Fälle, kam die mit Ex-Stalinisten und Maoisten durchsetzte Öko-Partei schlecht weg. Zeitweise fand sich überhaupt kein kritischer Beitrag. Dafür fallen praktisch alle Beiträge zur AfD negativ aus. Mit anderen Worten: Hofberichterstattung für den ungeknrönten König in Reinkultur. Die Forscher sprechen laut NZZ von einer »Diskurskoalition« auf Twitter.

Sven von Storch

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