Das englische Bristol Anfang Juni in die Schlagzeilen geraten, als ›Black Lives Matter‹-Aktivisten die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston in ein Hafenbecken geworfen hatten. Die Aktion war Teil einer Welle der Gewalt im Rahmen sogenannter Anti-Rassismus-Demonstrationen.
Einige Tage später, am 15.Juni, war eine neue Plastik aufgestellt worden. Sie zeigt die schwarze Demonstrantin Jen Reid in ›Black Power‹-Pose und erhielt den Titel ›A Surge of Power‹ – ›Eine Welle der Macht‹. Reid hatte auf dem leeren Sockel gestanden und war dort von dem britischen Künstler Marc Quinn, der auch die Statue erstellte, photographiert worden.
Nun wurde auch diese Statue entfernt. Der Bürgermeister von Bristol erklärte, die Stadt würde die Figur verwahren, bis der Künstler sie abgeholt habe. Es sei Sache aller Bürger von Bristol, darüber zu entscheiden, was mit dem jetzt leeren Sockel geschehe.
Beide Statuen befinden sich momentan in Obhut der Verwaltung. Die Anfang Juni entfernte Statue von Edward Colston soll demnächst in einem Museum aufgestellt werden, zusammen mit Plakaten zu den Unruhen Anfang Juni. Edward Colston hatte als Sklavenhändler ein Vermögen gemacht und damit Schulen und Wohltätigkeitsorganisationen in Bristol finanziert.
Über Leistungen der ›Black Lives Matter‹-Aktivistin Jen Reid ist nichts bekannt. Die ›Black-Power‹-Bewegung, auf die sie durch ihren ausgestreckten Arm und die geballte Faust verweist, hat ihre Wurzeln in der ›Nation of Islam‹, einer Organisation offen rassistischer, afroamerikanischer Schwarzer. Sie wurde auch von vielen schwarzen Bürgerrechtlern für ihre Gewalt scharf kritisiert und abgelehnt.


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