Olaf Scholz, Vizekanzler und Finanzminister, will SPD-Vorsitzender werden und dafür braucht er eine Partnerin an seiner Seite. Nun hat er sie gefunden: Klara Geywitz aus Brandenburg.
Die 43-jährige Frau Geywitz ist außerhalb der SPD wenig bekannt. Dort ist sie allerdings gut vernetzt. Sie sitzt als Beisitzerin im Bundesvorstand. In Brandenburg hat sie ein Direktmandat dreimal gewonnen - für die SPD hat so etwas mittlerweile Seltenheitswert.
Ihre Antwort auf ein mögliches Burka-Verbot: "Es dürfte in Brandenburg ungefähr so viele Burka-Trägerinnen geben wie illegal eingewanderte Elche aus Polen", wertet die FAZ als Beleg für Humor - zugegeben eine für Sozialdemokraten ungewöhnliche Eigenschaft. Andere würden den impliziten Vergleich eines Elches mit einer Burka-Trägerin wenig humorvoll als rassistisch bewerten.
Mit dieser Kämferin aus Potsdam will Olaf Scholz seine Partei aus dem tiefen Tal bugsieren, in dem sie sich gerade befindet. Sie gilt als Strategin. Sie wird also wissen, was die 8 Prozent - Tendenz sinkend - in den Vorhersagen für Sachsen bedeuten. Bei 5 Prozent sind sie draußen die Sozialdemokraten.
Derweil hat Generalsekretär Klingbeil erklärt, nicht für den Vorsitz antreten zu wollen. In einem Video erklärte er laut Welt, gerne zu wollen, aber keine Partnerin gefunden zu haben, die "zu hundert Prozent" zu ihm passe.
Diese Sozialdemokraten mit ihren 100 Prozent. Sie sollten wissen, dass 100 Prozent nichts Gutes bedeuten - weder bei der Wahl der richtigen Braut noch der Wahl zum Vorsitzenden.


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