Eine Daseinsmetapher für stürmische Zeiten

Söder fürchtet Dauerwelle

Kaum haben die Frisöre wieder geöffnet, schon fürchtet Markus Söder eine Dauerwelle. – Eine Glosse

»Die dritte Welle hat begonnen«, tönt es aus Sachsen, »da braucht man nicht drum herumzureden«. »Die Welle, die sich gerade auftürmt, müssen wir brechen.«

Dabei wurden doch noch im November die Lauterbachschen Wellenbrecher gebaut, die weder nicht verhindern konnten, dass Lauterbach schneller und lauter redet als ein Sturzbach. Und die anschwellende Corona-Welle hat er schon gar nicht gestoppt.

»Neue Corona-Welle erfasst den Erdball«, heißt es planetarisch bedrohlich. Wohin wird sie ihn treiben ?

In Bayern hat Markus Söder gerade andere Sorgen. Kaum haben die Frisöre wieder geöffnet, fordert der Bayerische Ministerpräsident härtere Maßnahmen, damit »aus der dritten Welle keine Dauerwelle wird«.

»Ist eine Dauerwelle schädlich?« hatte erst Ende Februar www.netdoctor.de gefragt und geantwortet: »Ja«.

Doch die meisten wissen mit Brigitte: »Dauerwelle: Sie ist zurück und so schön wie nie!« Zugegeben, nicht an jedem. Aber der, dem sie sicher nicht steht, könnte mit ein paar Lockenwicklern eine erste Impfwelle drehen.

Denn sonst könnte es sein, dass er in der Nürnberger Dauerwelle – ja so etwas gibt es und ihr Bau wurde von Markus Söder schon unter Maske mit einem ersten Spatenstich im letzten Sommer begonnen. –, den Rest seiner Tage verbringt.

Sven von Storch

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