Manche sprechen bereits vom ›Horror-Lockdown von Shanghai‹! Seit Ende März hält die Chinesische Regierung die 25-Millionen-Metropole in ihren Klauen. Und das, obwohl die Zahl der Neuinfektionen stetig sinkt.
Im Gegenteil: Jetzt kommen neue Beschränkungen hinzu. Begründung: Die Regierung fährt eine absolute ›Null-Covid‹-Strategie.
Im Ergebnis erinnert das Verhalten der Behörden an die schlimmsten Maoistischen Zeiten. Bewohner, sie würden in Quarantäne-Einrichtungen interniert, sobald auch nur ein Test eines Nachbarn positiv ausfällt. »Wir werden alle in ein Quarantänezentrum gebracht«, berichtet ein Zeuge aus dem Stadteil Xuhui, »und müssen unsere Schlüssel abgeben, damit sie reinkommen und Desinfektionsmittel versprühen können«.
Sie – das sind die Behördenvertreter. Bewohnern dürfen ihre Wohnungen nur noch zum Testen verlassen. Bis zu sieben Tage bleibt mitunter der Weg zum Lebensmittelladen verboten. Zum Arzt und zur Apotheke darf man ebenfalls nicht, berichtet AFP. ›Stille Zeit‹ nennen das die kommunistischen Behörden.
Woe lange die Zeiten still bleiben werden, ist allerdings fraglich. Nach Berichten von AFP kam es in den vergangenen Tagen mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und protestierenden Bürgern.
Interessant auch, dass deutsche Behördenvertreter mit Unverständnis reagieren. Lothar Wieler, Tierarzt und Chef des Robert-Koch-Instituts, zeigt sich verwundert. »Fakt ist: Nach meinem Verständnis ist dieses Virus nicht auszurotten«. Womit eine Null-Covid-Strategie obsolet wird.
Schade, dass Herr Wieler gegenüber seinen eigenen Herren nicht die gleiche Offenheit an den Tag gelegt hat, als Deutschland von sinnlosen Maßnahmen heimgesucht wurde.


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