Jeff Kwasi Klein ist schwarz, Vorstandsmitglied der Grünen im Kreisverband Berlin-Mitte und er ist dafür, dass Schwarze auf die Polizei verzichten und statt dessen gewalttätig werden. Für diesen Standpunkt warb er in einer Rede, die auf Kleins Instagram-Kanal abrufbar ist, eine Rede, die er während einer Demonstration am 31. Mai 2020 in Berlin schwang. Darin appelliert der grüne Politiker an seine als »schwarze Geschwister« angesprochenen Zuhörer.
Die Rede machte ihren Weg zu Twitter, wo sie seit Sonntag kursiert. Originalton: »Es ist wichtig, dass wir uns organisieren, es ist wichtig, dass wir uns nicht auf den Staat verlassen, sondern verbindliche und robuste Community-Strukturen aufbauen, um nicht mehr die Polizei rufen zu müssen, wenn wir Hilfe brauchen«.
Kurz gesagt: Der grüne Schwarze hält das Gewaltmonopol des Staates für obsolet. Er will ganz offenbar lieber Polizei und Richter in einem sein. »Denn starke Communitys brauchen keine Polizei, denn die Polizei ist nicht für uns da, sie ist für die Gewalt in unserem Leben verantwortlich.« Der Grünen-Politiker rief der Menge in Berlin in SA-Manier zu: »Wir werden niemals aufhören, unserer Wut Gehör« zu verschaffen, »selbst wenn es bedeutet, dass dabei ein paar Dinge kaputtgehen wie ihre Fenster, ihre Selbstgefälligkeit, ihre Ignoranz und ihr Gefühl von Sicherheit«.
Für Kritiker der Proteste im Sommer in den USA hat der Schwarze aus Ghana auch gleich eine Antwort parat: Jene »in Deutschland, die behaupten, dass sich die Proteste durch die Ausschreitungen delegitimieren, sage ich unmissverständlich: Haltet eure Fresse!«
Klein ist kein unbeschriebenes Blatt. Dass in Berlin eine Straße den Namen »Mohrenstraße« trägt, ist dem schwarzen Migranten ein Dorn im Auge. Der 33-Jährige Politologe sieht in dem Namen eine »Glorifizierung der Kolonialzeit« – nicht wissend oder schlicht ignorierend, dass die Straße bereits seit Ende Mai 1707 diesen Namen trägt – lange bevor Deutschland irgendwelche kolonialen Ansprüche in Afrika angemeldet hatte. Entsprechend unsinnig ist auch sein Geschichtsbild, wenn er behauptet, Vor »mehr als 500 Jahren« seien »europäische Barbarinnen auf ihren Raubzug durch die Welt gegangen und haben rassistische Systeme aufgebaut, die uns bis heute den Atem nehmen«.
Auf Anfrage von Welt war Klein auch nicht bereit, sich von seinen Äußerungen, in denen er Gewalt verherrlicht und das staatliche Gewaltmonopol in Frage stellt, zu distanzieren. Mit anderen Worten: Klein steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes des Staates, in dem er lebt. Und von dem lebt: Geld bezieht Klein als Projektleiter in einer Antidiskriminierungsberatung mit Sitz im Souterrain eines Klinkerbaus aus der Kolonialzeit in der Weddinger Müllerstraße. Wie schon seine Vorfahren, die Schwarze als Sklaven verkauften, lebt er gut vom Kolonialismus.
Heute ruft Klein mehr oder weniger offen zum Bürgerkrieg auf – die Art Krieg, die Linke führen, weil sie sich am Ende als Kriegsgewinnler sehen. Haben Grüne und Linke morgen aber die Macht auf diesem Weg erst einmal ergriffen, könnte es für Klein ein böses Erwachen geben. Ob Grüne und Linke ihn dann noch brauchen, steht in den Sternen. Jeff Kwasi Klein hätte seine Schuldigkeit als Mohr der Grünen getan.


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