Hat das links-grüne Blatt die Seite gewechselt?

Schlamm-Catchen_ TAZ hetzt gegen Baerbock

Nach Wochen der rechten Kritik an der Kanzlerkandidatin der Grünen, spricht sich jetzt die taz gegen sie aus.

Die Ratten verlassen als erste das sinkende Schiff, heißt es. Und dass das grüne Projekt, Wir sind endlich Kanzler, gerade schwer Schlagseite hat, hat wohl mittlerweile jeder gemerkt. Es ist also kein Wunder, dass zumindest einige Sympathisanten des links-grünen Milieus sich bereits frühzeitig distanzierten. Auch auf dem wichtigsten medialen Kahn, der taz, war Grummeln zu hören.

Aber mit grundlegender Kritik oder gar einer Rückrufaktion ließ man sich Zeit - bis gestern. Da hieß es offen in der taz: »Es ist vorbei, Baerbock!« Kein unter linken Frauen üblicher Vorname, keine freundliche Geste des Verstehens - nur ein preußisch strammer Befehlston. Ein auch ein bisschen gekeiftes »Lass es gut sein, blöde Kuh!« »Du bist dabei, alles zu verderben.«

Jeder neu-rechte Blogger hätte einen Shitstorm zu hören bekommen aus sämtlichen Blättern vom Belt bis an den Chiemsee; der Bundespräsident hätte sich vor die Potsdamer Hochstaplerin Baerbock gestellt. Aber jetzt das. Die taz verlässt das sinkende Schiff. Silke Maertins darf sie, Baerbock, mit deutlichen Worten zum Dummerchen stempeln, das es vergeigt hat, und dabei rhetorische Munition aus alle frauenfeindlichen Sterotypen abfeuern, die es gibt.

Die Worte stehen in der taz nicht aus Liebe zur Wahrheit, zumal die Analyse zwar korrekt, aber die Folgerung völlig falsch ist. Die Forderung nach Rücktritt entstammt dem reinsten Willen zur Macht. Nicht im Sinne Nietzsches - eher im Sinn politischer Macht. Die wollen Linke und Grüne endlich ergreifen und müssen nun erkennen, dass es mit Baerbock nichts wird. Aus dem Plagiat ist eine Plage geworden.

Schießt Baerbock nun zurück, ist Schlammcatchen angesagt.  Schlammcatchen zwischen zwei Weibern aus dem links-grünen Polit- und Mediensumpf. Und sämtliche alten und neu-rechten Blogger sind in der ersten Reihe dabei in der Hoffnung auf einen längeren, möglichst schmutzigen Fight.

Und in den Worten von Frau Göring-Eckhardt gesagt: Auch ich freue mich drauf.

Sven von Storch

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