Nach ihrem Eingeständnis, »Bedenken« gegen die Impfung gegen einige Folge der Infektion mit dem Corona-Virus zu haben, und daher bisher nicht geimpft zu sein, erlebte die Politikerin der Linken die GEZ-Medien im Hetzmodus wie zu schlimmsten sozialistischen Zeiten.
Dabei hatte Wagenknecht nicht mehr gemacht, als zur Vorsicht zu raten und das nur an sich selber gerichtet. »Ich will jetzt hier nicht Stimmung machen gegen die Impfstoffe«, sagte sie bei ›Hart aber fair‹, »ich würde jedem mit einem hohen Risiko zur Impfung raten«. Trotzdem sei es die Entscheidung jedes Einzelnen. »Was mich wirklich stört«, ergänzte sie dann aber auch Richtung Medien, »ist der moralische Druck, der aufgebaut wird«.
Wagenknechts Hinweis, dass wir es ja auch akzeptieren, »dass andere rauchen und so ihre Gesundheit gefährden«, ließen Markus Lanz und Gäste trotz geschätzten 120.000 Toten im Jahr allein in Deutschland nicht gelten. Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, verwies darauf, dass doppelt geimpfte das Virus seltener weitergeben als Ungeimpfte und betonte in offenbar völlig Unverständnis, was Wagenknecht angemerkt hatte, »man schützt also schon auch andere«.
Wagenknecht verwies dann auf die völlig fehlenden langfristigen Auswirkungen der zudem neuartigen Impfstoffe und zeigte für Eltern Verständnis, die ihre Kinder nicht impfen ließen. Auf dieses schwerwiegende Argument, das bisher von niemandem widerlegt werden konnte und auch nicht widerlegt werden kann, fiel den Opponenten nur noch eines ein: Wagenknecht in eine Art rhetorische Sippenhaft zu nehmen. Sie wurde zu einer Stellungnahme zu Äußerungen ihres Mannes Oskar Lafontaine gedräbgt.
Lafontaine hatte den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach als indirekt als Covidioten und direkt als »Covid-Heulboje« bezeichnet. Ein Eindruck, den Lauterbach mit seinen beinahe täglichen und oft unqualifizierten Warnungen nicht nur bei Lafontaine hinterlässt. Wagennknecht ließ sich nicht beeindrucken und blieb bei ihrer Skepsis. Geimpft ist sie bislang jedenfalls nicht.
Prompt titelte web.de selbstgefällig und staatstragend einen Tag später: »Lanz nagelt Linkenpolitikerin fest.« Jeder sieht halt das, was er sehen und hört auf den, auf den er hören will. Kritische Anmerkungen sind aus dieser Regimepresse nicht zu erwarten.


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