Dass diese Regierung nur sehr kurzfristig plant, das kennt der Bürger schon von der Corona-Krise. Doch auch bei der Gasversorgung denken die Minister offenbar nur von heute auf morgen. Gefragt, wie lange die Gasreserven Deutschlands bei Sanktionen Deutschlands gegen Russland reichen, hat die Regierung erklärt, dass die Reserven über den Winter reichen. Voraussetzung: Es gibt keinen Kälteeinbruch!
Der tatsächliche Speicherstand liegt laut Spiegel aktuell bei 31 Prozent. Und dürfte bei Sanktionen kaum größer werden. Dass es eng wird, hatte RT, ganz sicher nicht ohne Hintergedanken, bereits im Januar gemeldet. Aus Moskau hieß es, Deutschland habe seine ökonomische Handlungsfreiheit verloren.
Hintergrund der Entwicklung ist zum einen, dass der russische Gaskonzern Gazprom seit längerem kein zusätzliches Gas auf dem Spotmarkt anbiete. Zum anderen sorgt die Energiepolitik der Bundesregierung mit ihrer Konzentration auf die im Winter notorisch nutzlose Sonnen- und die wankelmütige Windenergie bei zeitgleichem massivem Abbau anderer Energieerzeuger für einen bleibenden Engpass.
Insgesamt gesehen kommen hier drei politisch gewollte Handlungsstränge zusammen: Eine fast schon pathologische Klimapolitik, ein fahrlässige Unterversorgung mit Gas und eine Außenpolitik, die nach dem drohenden Einmarsch der Russen in der Ukraine Sanktionen fordert. Kein Strang ist mit dem anderen koordiniert – ein sicheres Zeichen für eine schlechte Politik. Das führt zu Risiken, die man anderswo Glücksspiel nennen würde.
Spötter würden nun raten: Lasst Lauterbach ran. Andere wundern sich, dass eine Regierung, die in der Corona-Krise mit dem Hinweis auf den Schaden am Bürger die Grundrechte aussetzt, bei der Versorgung des Bürgers mit lebensnotwendiger Energie kein Risiko scheut.


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