Als Bodo Ramelow seine wahren Ziele unfreiwillig offenbarte

Ramelows Wille zur Macht

In einem Punkt passt Bodo Ramelow zu den Figuren, deren Bilder er gerne herumreicht: Sein Wille zur Macht ist unstillbar. – Ein Kommentar

Die Tricks uns Schliche mit denen Bodo Ramelow sich zurück an die Macht bringen will, scheinen keine Grenzen zu kennen. Nach dem Schock der Abwahl, als der Ex-PDS Chef ausgeschaut hat wie Erich Honecker bei seiner Absetzung im Oktober 1989, hatte er sich über den Bogen tränenseliger, hemmungsloser Faschismusvergleiche zu massiven Forderungen an die CDU, sie müsse ihn wählen, gesteigert.

In einer radikalen Kehrtwende versucht er es nun mit Schmeichelei: Ramelow bringt die ehemaligen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht als Übergangspräsidentin einer Rot-Rot-Grünen Ministerriege ins Spiel. Aber ist Kehrtwende wirklich das richtige Wort? – Es sieht so aus: Eine Christdemokratin, die vom Linksblock unterstützt wird. Wenn das keine Wende ist.

Doch Lieberknecht ist nicht irgendwer. Sie versteht sich einerseits mit Ramelow gut. Auf der anderen Seite hat sie in der Thüringer CDU kaum Unterstützung.

Nein, Lieberknecht ist die perfekte Kandidatin – für die Linksfaschisten von der Ex-PDS. Und natürlich für Angela Merkel, die im Unterschied zu den Thüringer Verhandlungsführern der CDU über den Vorschlag Ramelows im Vorfeld informiert worden war. Einmal mehr wird deutlich, wo die Kanzlerin steht.

Ramelows Vorschlag dient daher nur einem einzigen Zweck, den er schon vor zwei Wochen über Twitter benannt hat. »Den größten Erfolg erzielten wir in Thüringen«, heißt es in Ramelows Tweet als Zitat: »Dort sind wir heute wirklich die ausschlaggebende Partei.« Das genau ist es, was er will. Der Linksblock soll nach siegreichen Neuwahlen über den bürgerlichen Block triumphieren und Ihm, Ramelow, zur strahlenden Rückkehr ins Amt des Ministerpräsidenten verhelfen.

Dass sich Ramelows sehnlichster Wunsch in einem von Ramelow selber verbreiteten Zitat von Adolf Hitler Ausdruck verschafft, gehört zu den paradoxen und zugleich vielsagenden Wendungen der Thüringen-Krise.

Sven von Storch

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